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20. Oktober 2017 | 23:27 Uhr

S-Bahn in den Hafen soll weiterfahren

vom

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2012 | 07:25 Uhr

Rostock | Ab morgen heißt es für die S3 in den Rostocker Überseehafen: Dieser Zug endet hier. Denn mit dem Beginn des Winterfahrplans stellt DB Regio die Linie ein, wie es das Verkehrsministerium von MV beschlossen hatte. Aber Rostock will sich mit dem Verlust der direkten Verbindung in den Hafen nicht abfinden.

Die Bürgerschaft schob jetzt mit großer Mehrheit Nachverhandlungen mit dem Land an. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) soll bis Ende Februar gemeinsam mit Schwerin ein Konzept vorlegen, wie der Seehafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln künftig angebunden werden soll. Denn ebenfalls mit dem Winterfahrplan wird auch noch die Buslinie 40 der Rostocker Straßenbahn AG zum Hafen eingestellt. Es fährt nur noch ein Sammeltaxi auf Abruf. "Damit verschlechtert sich die Erreichbarkeit des Seehafens mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf ein nie dagewesenes Niveau", sagt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). Er hat inzwischen eine Arbeitsgruppe gegründet, die die Deutsche Bahn, die RSAG, Ortsbeiräte und Fahrgastverbände an den Tisch holen soll. Auch ein Termin im Verkehsministerium steht schon fest: Am kommenden Donnerstag fährt Matthäus zu ersten Gesprächen nach Schwerin.

Das Ziel formuliert SPD-Bürgerschaftsmitglied Anke Knitter: "Wir wollen die S3 wiederbeleben." Bis es so weit ist, müsse sich das Land zudem angemessen an den Kosten für einen Schienenersatzverkehr beteiligen. Auch sei es nötig, eine mögliche neue Bahnlinie in der Hafen direkt bis an den Fähranleger zu führen und somit für Fahrgäste attraktiver zu machen. Denn DB Regio hatte zuletzt deutlich die geringe Auslastung beklagt. "Auf der Linie war die Nachfrage einfach zu gering", sagt Renardo Kropp, der Regionalleiter für den Nordosten.

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