8. Rostocker Kunstpreis : Ruzica Zajec gewinnt den 8. Kunstpreis

Glückliche Gewinnerin: Ruzica  Zajec ist Kunstpreisträgerin 2013.
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Glückliche Gewinnerin: Ruzica Zajec ist Kunstpreisträgerin 2013.

Mit 10 000 Euro dotiert: Jury zeichnet Glasarbeiten aus

svz.de von
16. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Für ihren innovativen Umgang mit dem Material Glas und ihre künstlerische Experimentierfreude hat Ruzica Zajec vergangenen Sonnabend den achten Rostocker Kunstpreis gewonnen. Verliehen wurde der mit 10 000 Euro dotierte Preis von der Rostocker Kulturstiftung und der Hansestadt Rostock. Die 54-jährige Ruzica Zajec hat sich gegen 31 Konkurrenten durchgesetzt. Fünf Künstlerinnen kamen in die Finalrunde. Eine zehnköpfige Experten-Jury hat die Arbeiten genauestens unter die Lupe genommen und sich am Ende für die gebürtige Kroatin entschieden. „Ruzica versucht nicht die Welt zu erklären. Ihre Kunst versprüht Leichtigkeit, Wachheit und Neugierde“, betont Dr. Ulrich Ptak, Kurator der Kunsthalle und Mitglied der Jury. „Souveränität, Unangestrengtheit und das Interesse, immer wieder Neues lernen zu wollen, zeichnen die Künstlerin aus.“

Dabei ist Ruzica Zajec nur durch Zufall zum Glas gekommen. Sie nutzte das Material gelegentlich als Farbpalette. Dabei bemerkte sie interessante Spiegelungen. Sie begann sich dem Stoff auf eine neue Weise zu nähern. Mittlerweile entstehen in ihrer Galerie im mecklenburgischen Kaarz ausgeklügelte Boden- und Wandobjekte, aber auch Konstruktionen, die sich durch ein gekonntes Gleichgewichts-Spiel auszeichnen. „Glas ist hart, durchscheinend, reflektierend, kantig und doch irgendwie neutral“, findet Ulrich Ptak. „Ruzica schafft mit ihrer Kunst immer wieder neue Seherlebnisse. Alles scheint genau gezeichnet, gekratzt, positioniert. Beim genauen Hinsehen erkennt man aber neue Dimensionen.“

Der Rostocker Kunstpreis wurde erstmals im Jahr 2006 verliehen. Damals konnte sich Maler Jürgen Weber über die Auszeichnung freuen. Dass in diesem Jahr nur Frauen in die Endrunde kamen, war ein Novum. Neben Ruzica Zajec bewertete die Jury auch die Werke von Sabine Grundmann, Regina Kaufmann, Regine Müller-Waldeck und Sandra Schmedemann. Von allen fünf Künstlerinnen wird die Stadt Arbeiten ankaufen. Die hohe Qualität hat auch Kulturminister Mathias Brodkorb (SPD) überzeugt. Er setzt sich dafür ein, dass künftig der Gewinner des Rostocker Kunstpreises auch beim Landesankauf berücksichtigt wird. So könnten die Werke der Künstler aus der Region zusätzlich an Bekanntheit gewinnen. Darüber hinaus fordert er eine größere Unterstützung der Kunsthalle durch Stadt und Land. „Rostock ist ein Zentrum zeitgenössischer Kunst. Die Kunsthalle hätte es verdient, dass die Förderung im nächsten Jahr erhöht wird“, sagt er.

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