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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 19:09 Uhr

WARNEMÜNDE : Rundgang in englischer Sprache

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vorsitzender des Heimatmuseums zieht eine Jahresbilanz und gibt Ausblick. Es sind mehr Besucher als in den Jahren zuvor gekommen.

12 336 Besucher wurden 2014 im Heimatmuseum in der Alexandrinenstraße 31 begrüßt. Autorin Sabine Schubert hat mit Uwe Heimhardt, dem Vorsitzenden des Museumsvereins, über diese Bilanz und neue Vorhaben in diesem Jahr gesprochen.

Sind Sie zufrieden damit?
Heimhardt: Es ist ein tolles Ergebnis. Als wir den Verein vor gut zehn Jahren gründeten und die Betriebsführung des Museums in unsere Hände genommen haben, lag die Zahl der Besucher bei 5600. Mittelfristig war es unser Ziel, die 10 000 zu erreichen.
Was lockt so viele Menschen ins Heimatmuseum?
Neben der Dauerausstel-lung locken unsere vielfältigen Aktivitäten und Angebote wie der Tag des offenen Denkmals, die Lange Nacht der Museen oder Museumsabende. In diesem Jahr gestalten wir davon erstmals sieben statt sechs. Magnete sind auch Sonderausstellungen oder Märchenstunden im Advent.
Was plant der Vereinsvor-stand in diesem Jahr?
Auch wenn das Heimatmu-seum Geschichte bewahrt und zugänglich macht, müssen wir mit der Zeit gehen. Und da geht ohne moderne Technik nichts.
Was haben Sie im Blick?
Zunächst sind wir Dank der Anregung der Museumslei-terin Dr. Kathrin Möller dabei, ein neues Archivierungssystem einzuführen. Dieses ermöglicht, dass Texte und zugehörige Fotos zum Objekt gemeinsam erfasst werden. Ziel ist es, die alte Datenbank bis Ende des Jahres umzustellen. Zudem können wir Dank einer Spende des Lions Clubs Warnemünde in Höhe von 10 000 Euro eine Audioguide-Anlage inklusive fünf Geräte kaufen. Damit kommen wir dem Wunsch ausländischer Besucher wie der Passagiere der Kreuzfahrtschiffe nach, die einen spontanen Rundgang in englischer Sprache durchs Museum unternehmen möchten.
Die Technik allein macht noch keinen Rundgang?
Natürlich nicht. Die Texte zu den Objekten haben Frau Dr. Möller und Vereinsmitglied Prof. Schulz erarbeitet. Eine professionelle Übersetzung erfolgt in Kürze. In- und ausländische Gäste werden künftig auch Interessantes aus dem Leben des verstorbenen Sängers und Entertainers Horst Köbbert im Museum erfahren.
Was genau ist da geplant?
Nach dem Tod des Warne-münders haben wir seinen umfangreichen Nachlass von seiner Witwe Gabriele Köbbert erhalten. Diesen wollen wir mittels einer Medienstation in der Dauerausstellung der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Sind wieder handwerkliche Arbeiten erforderlich?
In solch einem historischen Gebäude gibt es immer etwas zu tun. So wollen wir den Fußboden im Altenteiler erneuern, das Linoleum ist nach rund 25 Jahren sehr unansehnlich geworden. In dem Zusammenhang werden wir einen von zwei in den 1970er-Jahren zugeschütteten Feldsteinkeller wieder freilegen und für Besucher sichtbar machen. Zudem soll der Altenteiler für Rollinutzer künftig erreichbar sein.
Bei allen Aktivitäten braucht es weitere Helfer?
Unbedingt. Wir planen eine Ausstellung, die die Warnemünder Schiffer in den Fokus rückt. Wer kann das mit Zeitzeugnissen oder Erinnerungen bereichern? Und wir brauchen Verstärkung im Vorstand. Wir suchen einen Schatzmeister sowie zweiten Stellvertreter, gern weiblich.


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