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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 13:25 Uhr

Rostock : Ruhige Lage in City nach Schlägereien

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Polizei gibt Entwarnung für die Innenstadt

von
erstellt am 30.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Nach den Schlägereien zweier Jugendgruppen am KTC und auf dem Doberaner Platz gibt die Polizei Entwarnung. „Wir haben eine deutliche Beruhigung in dem Bereich“, erklärte Thomas Schmidt von der Polizeiinspektion Rostock am Dienstag im Jugendhilfeausschuss. Zugleich stellte er klar: „Wir haben es nach wie vor unter Beobachtung.“ Allerdings solle durch die Präsenz keine dauerhafte Ausnahmesituation geschaffen werden, der Personaleinsatz sei bereits deutlich zurückgefahren worden. Bei ihren Kontrollen hätten die Beamten immer wieder dieselben 30 bis 40 Jugendlichen angetroffen und zum Teil mit Betretungsverboten belegt.

Laut Ausschussmitglied Hanka Bobsin trifft ein solches dreimonatiges Verbot auch einen Jugendlichen, der nun nicht mehr wisse, wie er zu seiner Praktikumsstelle in einem Bekleidungsgeschäft in der City kommen solle. Ihren Informationen zufolge waren bei der zweiten Schlägerei auf dem Doberaner Platz insgesamt 37 Personen beteiligt, darunter sechs unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. „Es muss deutlich gesagt werden, dass es Jugendliche sind, die sich aus dem Nordwesten und Nordosten ins Zentrum begeben“, erklärt sie und ergänzt: „Wir sind bemüht, so genannte Multiplikatoren zu gewinnen.“ Diesen Job sollen vor allem die beiden Sozialarbeiter übernehmen, die mittlerweile von der Stadt eingesetzt wurden.

Drei der beteiligten Streithähne sitzen derzeit in Haft, so Dagmar Lüthke vom Amtsgericht Rostock. Sie sollen später auch einen Mitschüler getreten haben. Sie betont, dass in beiden Gruppen Deutsche und Jugendliche mit Migrationshintergrund vertreten sind – in der einen überwiegend Syrer, in der anderen Deutschrussen.

Polizist Thomas Schmidt sieht in den Auseinandersetzungen typisch jugendliches Verhalten. Und dass die Flüchtlinge das Kröpeliner Tor Center ansteuerten, sei vor allem dem dort vorhandenen WLAN geschuldet: „Das ist zum Teil die einzige Kommunikationsstrecke, die sie nach Hause haben.“ Insgesamt sei Rostock im Vergleich mit anderen Großstädten „ein ruhiges Pflaster“.

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