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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 06:54 Uhr

Honorarkonsul : Ruhestand ist Norwegen gewidmet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Dr. Karl-Ewald Holst wird als neuer Honorarkonsul ernannt und bezieht ein Büro im Gebäude der Rostocker Stadtwerke.

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2014 | 12:00 Uhr

„So habe ich mir mein Alter immer vorgestellt“, sagt Dr. Klaus-Ewald Holst und blickt aus dem Fenster auf die Warnow. Doch der 70-Jährige ist nicht zu Hause und auch nicht im Ruhestand – sondern in seinem neuen Büro, das er gestern als neuer norwegischer Honorarkonsul im fünften Stock des Stadtwerke-Gebäudes bezogen hat. Zum Dienstantritt kam eigens der norwegische Botschafter Sven Erik Svendman in die Hansestadt – und hatte für Holst neben der Ernennungsurkunde nur lobende Worte im Gepäck.

„Er pflegt seit Jahrzehnten auf exzellente Weise die Beziehungen beider Länder“, sagte Svendman und spielte damit darauf an, das Holst bereits in allen ostdeutschen Bundesländern norwegischer Honorarkonsul war. 1998 hätte der gebürtige Neustrelitzer, damals Vorstandsvorsitzender der Verbundnetz Gas AG in Leipzig, erstmals dieses Amt übernommen und es später auch auf Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg ausgeweitet. 2005 wurde Holst in Leipzig zum Generalkonsul ernannt. Doch mit Beendigung seines Jobs in Sachsen trat er auch die Tätigkeit als Honorarkonsul an seinen Nachfolger ab. „Viele haben gefragt, warum ich das noch mal mache“, so der 70-Jährige. „Die Antwort ist: weil es mir Spaß macht!“ Und so wird Holst von seinem Zweitwohnsitz in Heringsdorf regelmäßig in die Hansestadt pendeln. Hauptaufgabengebiet sei neben der Pflege vorhandener wirtschaftlicher Kontakte beider Länder auch das Herstellen neuer Beziehungen. „Deutschland ist für Norwegen der wichtigste Handelspartner in Europa“, wie Botschafter Svendman sagte. Das betreffe vor allem den Energiesektor – für Holst bekanntes Terrain, hat der studierte Ingenieur doch Zeit seines Lebens in dieser Branche gearbeitet.

Als Honorarkonsul ist er Ansprechpartner für Deutsche, die Fragen zu Norwegen haben, aber auch für die etwa 100 im Land lebenden Norweger. „Wenn es zum Beispiel in Norwegen eine Wahl gibt, können sie hier bei mir im Konsulat ihre Stimmabgabe machen“, so Holst. Auch die Pflege der Kultur liege ihm besonders am Herzen. Mit dem Edvard-Munch-Haus Warnemünde hätte die Stadt eine bedeutende deutsch-norwegische Begegnungsstätte. In der hat Holst gestern auch noch seine Ernennung gefeiert.

Während der Geschäftszeiten der Stadtwerke wäre sein Büro ab sofort mit einer Mitarbeiterin besetzt. Bei Terminen und an Sprechtagen sei auch er selbst vor Ort, sagt Holst. Seine nun wieder aufgenommene Tätigkeit als Konsul ist ein Ehrenamt. „Denn eines kriegt der Honorakonsul nicht – und das ist Honorar“, sagt er.

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