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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 12:28 Uhr

Warnemünde : RST vor dem Verkauf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mutterunternehmen definiert Kerngeschäfte neu. Zukunft der Mitarbeiter ist unklar.

svz.de von
erstellt am 17.Sep.2014 | 09:00 Uhr

Das Warnemünder Unternehmen Rostock Systemtechnik (RST) aus dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt soll bis 2015 verkauft werden. Das bestätigte gestern ein Sprecher von Airbus Defence and Space auf NNN-Anfrage. RST ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Unternehmens.

Was der Verkauf für die etwa 150 Mitarbeiter am Warnemünder Standort bedeutet, darüber gab es gestern keine Auskünfte. Fakt ist: Die Simulationstechniken aus dem Unternehmen RST sind stark nachgefragt. Gerade kürzlich wurde RST-Geschäftsführer Ulrich Scheib von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) als Unternehmer des Jahres 2014 geehrt. Mit der Auszeichnung wurde die erfolgreiche Arbeit als Spezialanbieter für Trainingseinrichtungen zur Ausbildung von Flugbegleitern gewürdigt. RST baut spezielle Systeme und Ausrüstungen für die Luft- und Raumfahrt. Neben RST sind weitere Tochterfirmen und Beteiligungen wie Fairchild Controls, AvDEf, ESG und Atlas Elektronik von der Umstrukturierung betroffen.

„Diesem Schritt ist eine umfassende Analyse von Airbus Defence and Space vorausgegangen“, sagt der Sprecher. Dabei wurde festgelegt, dass das Mutterunternehmen sich künftig auf die Bereiche Raumfahrt mit Trägerraketen und Satelliten, Militärflugzeuge, Lenkflugkörper sowie zugehörige Systeme und Dienstleistungen als künftige Kerngeschäfte konzentriert. Diese Bereiche sollen gestärkt werden, um die Führungsposition am Markt zu halten. „Diese Entscheidungen sind die Konsequenz aus der Strategieüberprüfung von Airbus-Group im vergangenen Jahr“, sagt Tom Enders, geschäftsführender Vorstand der Airbus-Group. „Das führt gewollt zur klareren Fokussierung des Konzerns auf die Kernaktivitäten Luft- und Raumfahrt“, so Enders.

Weitere Gründe sind die Budgetsituation und die Wettbewerbssituation. Durch die Neuausrichtung soll Airbus Defence and Space als nachhaltige Säule der Airbus-Group gestärkt werden. „Damit kann das Unternehmen sein Potenzial als treibende Kraft in der Raumfahrt- und Verteidigungsbranche entfalten“, sagt Bernhard Gewert, ebenfalls geschäftsführender Vorstand.

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