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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. Oktober 2017 | 03:53 Uhr

Umwelt : RSAG testet Elektrobus in Warnemünde

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Rostocker Verkehr könnte in Zukunft ganz ohne Diesel auskommen. Erste Testfahrten sollen Erfahrungswerte liefern

Nahezu geräuschloser Betrieb, zuverlässige Technik, Reduktion von CO2-Emissionen und Feinstaub – das sind die Schlagworte, die in den kommenden Tagen auf dem Bus der Linie 37 zwischen Warnemünde und Diedrichshagen prangen werden. Von heute um 12.57 Uhr bis Sonntag um 16 Uhr testet die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) einen elektrisch betriebenen Bus auf der Strecke ab Warnemünde Werft durch das Ostseebad.

Durch diese Testphase will die RSAG Erfahrungen sammeln und klarstellen, dass das Unternehmen eine langfristige Umstellung auf E-Busse plant. „Man muss den Umgang mit den natürlichen Ressourcen überdenken“, sagt Michael Schroeder, Technischer Vorstand der RSAG, über die momentan noch mit Diesel betriebenen Busse des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖNPV). „Zwar sind die Treibstoffpreise momentan wieder besonders niedrig und noch sind genügend Ressourcen verfügbar, aber auf lange Sicht ist eine Umstellung auf elektrisch angetriebene Fahrzeuge im ÖNPV unverzichtbar“, so Schroeder.

Die ersten Eindrücke seines neuen Dienstfahrzeuges auf Zeit hat Thorsten Firle, der den E-Bus in den nächsten Tagen steuern und testen darf, bereits gewonnen. „Es ist schon ein anderes Fahrgefühl und natürlich muss man sich erst mal umgewöhnen“, erklärt der Busfahrer. Besonders gut gefalle ihm an dem umweltfreundlichen Vehikel, dass der Elektromotor automatisch bremst, sobald der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt.

Im Vergleich schneidet der elektrisch betriebene Bus, was die Reichweite mit einer Tank- beziehungsweise Batteriefüllung betrifft, mit nur 200 statt 600 Kilometern aktuell noch schlechter ab als die Dieselfahrzeuge. „Aber bis die E-Busse serienmäßig in der Hansestadt fahren könnten, wird es aus finanziellen Gründen noch mindestens zehn bis fünfzehn Jahre dauern“, sagt Schröder. Bis dahin werde die Technologie der elektrisch betriebenen Busse weiterhin Fortschritte machen.

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