Verkehrskonzept Mobil 2016 : RSAG reagiert mit Anpassungen auf Kritik

Mit dem Team der Angebotsplanung gehen Michael Schroeder und Jan Bleis den Anregungen der Kunden nach und schauen, wo Verbesserungen beim neuen Verkehrskonzept nötig sind.
Mit dem Team der Angebotsplanung gehen Michael Schroeder und Jan Bleis den Anregungen der Kunden nach und schauen, wo Verbesserungen beim neuen Verkehrskonzept nötig sind.

Nach Beschwerden zieht das Unternehmen Bilanz für das neue Verkehrskonzept. Änderungen ab 1. Februar

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21. Januar 2016, 08:00 Uhr

Seit zweieinhalb Wochen ist das neue Verkehrskonzept der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) Mobil 2016 in Kraft und seitdem sorgt es bei vielen Rostockern für Unmut. Die Kritik und Fragen der Kunden hat das Unternehmen zum Anlass genommen, ein erstes Fazit zu ziehen. „Eigentlich ist es dafür noch zu früh, aber anhand der Reaktionen haben wir uns dazu entschieden, jetzt schon einmal zu schauen, wo unsere Kunden einen Nachteil sehen“, sagt Jan Bleis, Kaufmännischer Vorstand der RSAG.

Als Hauptkritikpunkte werden vor allem der Wegfall der Buslinie 27 in Reutershagen sowie der Straßenbahnlinie 2 bis Südblick genannt. Auch die Taktausdünnung der Buslinie 25 im Bereich Bonhoefferstraße nur noch alle 30 Minuten und der Buslinie 45 in Gehlsdorf sowie die Tatsache, dass die Zehn-Minuten-Taktverdichtung bei der Straßenbahn morgens zu spät einsetzt, wird von den Rostockern bemängelt. „Zudem werden die knappen oder ungünstigen Anschlussmöglichkeiten auf einigen Strecken kritisiert“, fügt der Technische Vorstand, Michael Schroeder, hinzu.

Als erste Reaktion darauf plant die RSAG, den Anschluss der Straßenbahnlinien 5 und 2/3 an der Haltestelle Stadthalle sicherzustellen, so dass auf der Verbindung Südblick-Schröderplatz/Doberaner Platz kein Zeitverlust für die Fahrgäste entsteht. Zum 1. Februar soll diese Änderung in Kraft treten. Zudem prüft die RSAG die Notwendigkeit, die Zehn-Minuten-Taktung der Straßenbahnen in die Morgenstunden zwischen 6 und 7 Uhr vorzuziehen. Auch die anderen Punkte wie zum Beispiel die Auslastung in Reutershagen oder die Verbindung Gehlsdorf zum Dierkower Kreuz und Lütten Klein werden derzeit untersucht. Erste Maßnahmen zur Verbesserung sind dann für den 31. März, den ersten Schultag nach den Osterferien, geplant. Ein neues Liniennetz bedeute für die Fahrgäste immer auch eine gewisse Umstellung. „Bis sich alles eingespielt hat, dauert es eigentlich mehrere Monate“, weiß Bleis.

„Dennoch können wir sagen, dass das neue Verkehrskonzept gut angelaufen ist und vor allem der neue Zehn-Minuten-Takt auf den Stammlinien wird von unseren Kunden gut angenommen“, resümiert Vorstand Jan Bleis.

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