nahverkehr : RSAG macht bis 2030 weiter

Buss und Straßenbahnen in Rostock werden auch bis 2030 weiter von der Rostocker Straßenbahn AG betrieben.
1 von 2
Buss und Straßenbahnen in Rostock werden auch bis 2030 weiter von der Rostocker Straßenbahn AG betrieben.

Rostock erteilt Direktvergabe für öffentlichen Nahverkehr

svz.de von
10. Juli 2015, 08:00 Uhr

Bis Ende 2030 bleibt der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in den Händen der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG). Die Verträge, die das regeln, haben OB Roland Methling (parteilos) sowie die RSAG-Vorstände Jochen Bruhn und Michael Schröder gestern im Rathaus unterschrieben.

„Mit der RSAG steht uns ein Partner zur Seite, der weiß, wie man mit Menschen umgeht, und was man ihnen anbieten darf“, sagte der OB. Was anbietbar ist, regeln auch die Verträge. „Es gibt ein sehr intensives Qualitätsmangement“, sagt Bruhn. Außerdem kann das Tief- und Hafenbauamt die Einhaltung des Fahrplans überwachen. Auch wirtschaftlich wird die RSAG einem Monitoring unterstellt. 2014 hat die RSAG 36 Millionen Euro für Beförderungsleistungen erbracht und 41 Millionen Euro Umsatz gemacht, erklärt der OB. „Was mehr erwirtschaftet wird, geht an die Stadt“, sagt Bruhn. So weit, dass die unterm Strich profitiert, sei es aber noch lange nicht, so der OB. Im Schnitt würde sie über den Umweg der Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH (RVV) ein Viertel der Aufwendungen für den Nahverkehr finanzieren, damit die Preise für die Rostocker angemessen blieben. Vor zehn Jahren musste die Stadt noch 16 Millionen beisteuern, zwischenzeitig sogar 25 Millionen, so Bruhn. Die in der RVV vereinigten städtischen Unternehmen ermöglichen die Förderung über ihre Gewinne.

Der Auftrag der Stadt für den ÖPNV erging per Direktvergabe an die RSAG. Die wurde zwei Jahre lang vorbereitet, von der Bürgerschaft am 25. Februar 2015 genehmigt und rechtlich geprüft. Die Alternative wäre eine Wettbewerbsausschreibung gewesen. Doch die RSAG ist absoluter Platzhirsch: Es gibt keine Mitbewerber. Das Unternehmen guckt auf eine 134-jährige Tradition zurück, agiert in der heutigen Rechtsform seit Juni 1990. Und: Der RSAG gehören nicht nur Busse und Bahnen, sondern auch die Schienen. Bisher ergingen die Aufträge der Stadt an die RSAG per Betrauungen, seit 2000 immer für fünf Jahre. Durch die Direktvergabe konnten sich beide Seiten für 15 Jahre festlegen. „Der Vorteil ist Planungssicherheit“, sagt Bruhn – für Investitionen in Fahrzeuge und Bau sowie für die Mitarbeiter.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen