Nahverkehr : RSAG ändert Fahrplan wieder

2015 ist ein starkes Jahr für die RSAG gewesen. Wermutstropfen für Marketingchefin Catrin Dumrath und den Technischen Vorstand Michael Schröder war die vorgreifende Kritik am neuen Liniennetz.
2015 ist ein starkes Jahr für die RSAG gewesen. Wermutstropfen für Marketingchefin Catrin Dumrath und den Technischen Vorstand Michael Schröder war die vorgreifende Kritik am neuen Liniennetz.

Nach Kritik an Netzreform Mobil 2016 sind einige Linien zum 31. März wieder öfter oder früher unterwegs. Positive Bilanz für 2015 gezogen.

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18. März 2016, 05:00 Uhr

Mehr als 20 Infoveranstaltungen hat die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) angeboten, um ihre Netzreform Mobil 2016 vorzustellen – in Ortsbeiräten und Einkaufscentern in der ganzen Stadt. Bis Februar gingen 372 Hinweise ein.

„Es kann nicht alles schon von Anfang an 100-prozentig funktionieren“, sagt Jan Bleis, Kaufmännischer Vorstand der RSAG. Womit sie zum Beispiel nicht gerechnet hätten: dass der Schülerverkehr schon kurz nach 6 Uhr beginnt. Ab 31. März wird nun die Taktverdichtung auf alle zehn Minuten auf den Linien 1 und 5 sowie auf alle 20 Minuten auf der 2, 3, 4 und 6 werktags schon ab 6.15 Uhr gefahren. Ab Monatsende setzt das Unternehmen auch weitere Hinweise um wie die Verdichtung zwischen Walter-Husemann-Straße und Markt Reutershagen auf der Linie 25. Auch werden einige Anschlüsse mit minimal veränderten Abfahrtszeiten optimiert. Die Linie 23 fährt ab Riekdahl werktags eine Minute später ab. Starke Kritik gab es aus Gehlsdorf wegen der Taktausdünnung der 45, von alle 15 auf alle 20 Minuten. Die RSAG hat die angebliche Überfüllung überprüft. Ergebnis: Der Bus sei nie randvoll. Nur bei drei Fahrten hätten nicht alle einen Sitzplatz gefunden – also mehr als 49 mitfahren, zulässig sind mehr als 80. „Es gibt keinen Bedarf an diesem Angebot etwas zu ändern“, sagt Bleis.

Mobil 2016 war die erste große Änderung seit 13 Jahren. Notwendig geworden ist sie, „weil Rostock sich seitdem stark verändert hat“, sagt Marketingchefin Catrin Dumrath. Das neue Konzept werde sich einpegeln und Anregungen weiter ernstgenommen. Erfolge kann die RSAG verbuchen: Sieben Prozent mehr Fahrgelderlöse als 2014 brachten letztes Jahr 28,3 Millionen Euro – trotz Erhöhung der Preise um 3,68 Prozent. „Da geht man eigentlich davon aus, dass es eine gewisse Zurückhaltung bei den Fahrgästen gibt“, sagt Bleis. Aber es wurden sogar 218 639 mehr Gäste gezählt – insgesamt 39,6 Millionen Einstiege.

Neuer Fahrplan in ausliegenden Flyern und www.rsag-online.de

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