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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 07:00 Uhr

Gebühren : Rostocks Wasser-Preis bleibt stabil

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zweckverband hält an aktuellen Konditionen fest. Zahlreiche Investitionen geplant. Patriotischer Weg ist größte Sanierungsmaßnahme

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 21:08 Uhr

Die aktuellen Trinkwasserpreise und Abwassergebühren bleiben auch 2016 bestehen. Das hat die Verbandsversammlung des Warnow Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV) zusammen mit dem beauftragten Versorgungsunternehmen Eurawasser beschlossen.

Möglich ist das durch einen Rekord: „Mit 12,8 Millionen Kubikmetern haben wir den Aufwärtstrend beim verkauften Wasser weiter fortgesetzt und im abgeschlossenen Jahr 2014 das beste Ergebnis seit 1997 erreicht“, sagt WWAV-Geschäftsführerin Katja Gödke. Für 2015 rechnet sie mit ähnlichen Zahlen, was zu den stabilen Preisen für die 260 000 Kunden des Verbands führt. Und das, obwohl jeder Einwohner mit durchschnittlich 92 Litern pro Tag ein Viertel weniger Wasser verbraucht als der Bundesdurchschnitt. „Wir konnten die gestiegenen Kosten durch den höheren Verkauf kompensieren“, so Gödke. Profitieren würde das Unternehmen dabei von stabilen Einwohnerzahlen in der Hansestadt und den zum Verband gehörenden 29 Umlandgemeinden. Ein Kubikmeter Trinkwasser, das aus der Warnow stammt, kostet weiterhin 1,83 Euro. Für die Schmutzwasserbeseitigung werden 2,86 Euro und für die Regenwasserableitung 30 Cent pro Kubikmeter fällig. Die Entleerung der privaten Kleinkläranlagen kostet 35,76 Euro und für die Entleerung der abflusslosen Gruben werden unverändert 7,37 Euro pro Kubikmeter verlangt. Neu ist, dass die Vorauszahlung ab dem nächstmöglichen Bescheid umgestellt wird – und zwar von zweimonatlich auf monatlich, damit beide Seiten besser kalkulieren können.

Auch in puncto Investitionen gibt es für 2016 eine volle Agenda: „Größte Einzelmaßnahme ist die Sanierung der so genannten Schmutzwasserschlagader der Stadt – der großen Abwasserdruckleitung im Patriotischen Weg vom Pumpwerk über den Kabutzenhof zur Doberaner Straße“, sagt Eurawasser-Geschäftsführer Robert Ristow. In dem Bereich laufe nicht nur die Entwässerung von KTV, Bahnhofsviertel und Stadtmitte zusammen, auch tief liegende Kanäle und die enge Straße stellten Herausforderungen dar. Rund 1,3 Millionen sind dafür aus dem gut 14,5 Millionen Euro umfassenden Investitionstopf vorgesehen. Darin sind auch die erhöhten Ausgaben für den Munitionsbergungsdienst integriert. „Denn wir finden gerade in der Stadt bei fast jeder Baumaßnahme etwas“, so Ristow. Glücklicherweise sei die Bergung bisher immer geglückt – wie zuletzt beim Fund einer englischen Fliegerbombe in der Hartestraße.

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