zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 20:46 Uhr

Rostocks Theater droht Tiefschlag

vom

svz.de von
erstellt am 23.Aug.2013 | 09:51 Uhr

Rostock | Steht die Kooperation zwischen den Theatern in Rostock und Parchim vor dem Aus? Bei einem Treffen mit dem zuständigen Staatssekretär in Schwerin am Donnerstag soll der Vertreter Parchims ein Ende der Zusammenarbeit nach 2014 angekündigt haben.

Hintergrund könnte eine stärkere Unterstützung des Landes sein, die der Bühne dann winkt. Denn die Beraterfirma Metrum hatte für das Kultusministerium mehrere Sanierungs-Modelle für das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin durchgespielt - und im Ergebnis eine Fusion mit Parchim empfohlen. Das Parchimer Theater solle zusammen mit der Fritz-Reuter-Bühne eine eigene Sparte innerhalb des Staatstheaters bilden, so Metrum.

Zu dem möglichen Ende der Zusammenarbeit mit Rostock halten sich die Beteiligten allerdings bedeckt. "Mir ist keine derartige Beschlusslage bekannt", sagt Thomas Ott-Albrecht, Intendant des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim. Es gebe zwar diverse Reform-Überlegungen des Kultusministeriums, die seien aber alle mit vielen "Wenns und Abers versehen". Er trete nach wie vor dafür ein, auf jeden Fall an der Kooperation festzuhalten, solange dies auch von der Hansestadt gewünscht werde.

Und das wird es, wie Kultursenatorin Dr. Liane Melzer (SPD) betont: "Es ist ja bekannt, dass wir sehr gut zusammenarbeiten, wir würden uns eine Fortsetzung wünschen." Der aktuelle Vertrag zwischen beiden Seiten ist noch bis Jahresende 2014 gültig. Wie es danach weitergeht, sei noch unklar, so Melzer. "Wir werden weiter auf Parchim zugehen und im Gespräch bleiben." Eine Vertragsauflösung müsse mindestens ein Jahr vorher angekündigt werden. Die Senatorin unterstreicht aber: "Nach meiner Kenntnis gibt es noch nichts Definitives, Parchim müsste offiziell an Rostock herantreten, wenn es ein Ende wünscht." Das sei bislang aber nicht geschehen.

Das Treffen beim Staatssekretär sei ein reiner Gedankenaustausch vor dem Hintergrund der Förderzeiten 2014/15 gewesen, so Melzer. Dabei hätten die jeweiligen Vertreter der Städte und Gemeinden die bestehenden Kooperationen insgesamt angesprochen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen