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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 21:43 Uhr

Universität : Rostocks Studenten lieben Gemüse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Mensa-Trend geht zu vegetarischer und veganer Kost – Nachfrage nach fleischfreien Mahlzeiten ist doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Hungrige drängeln sich an den Theken. Sie haben die Qual der Wahl, denn es gibt acht Gerichte zur Auswahl – zwei ohne Fleisch. „Täglich gehen 1200 Essen raus, davon sind bis zu 200 vegetarisch oder vegan“, sagt Petra Martini, Küchenleiterin der Mensa St.-Georg-Straße. Der Trend gehe zu vegetarischer und veganer Kost: „Dieses Jahr ist die Nachfrage nach fleischfreien Mahlzeiten doppelt so hoch wie im Vorjahr“, berichtet die Köchin.

Früher hätten meist Frauen auf Fleisch verzichtet, doch „heute auch immer mehr Männer“, sagt Martini. Die Vital-Theke mit frischen, fettarmen, mineralien- und vitaminreichen Angeboten komme gut an. Zudem beschäftigt das Rostocker Studentenwerk seit September eine Ökotrophologin, „die die Inhaltsstoffe der einzelnen Gerichte berechnet und alles EU-gerecht deklariert“, sagt Martini.

Bei Philipp Masloch kommt das an: „Ich finde es gut, dass alle Zusatzstoffe gekennzeichnet werden, denn meine Freundin hat eine Lactose-Intoleranz“, sagt der 25-Jährige, der im elften Semester Physik- und Mathematik auf Lehramt studiert. Er selbst esse in der Mensa auch gern mal Fleisch oder Fisch, „denn meine Freundin macht zu Hause viel mit Gemüse“, so Masloch. Das Mensa-Angebot gefällt ihm, „besonders cool finde ich, dass man sich sein Essen selber auffüllen kann“. Bezahlbar seien die Mahlzeiten zudem: Für asiatische Rippe mit Kartoffelspalten und ein Frucht-Dessert hat er gerade einmal 3,70 Euro hingelegt.

Biowissenschafts-Studentin Sophie Andrä (20) und Englisch- und Physik-Student Jan Lange schätzen die Vielfalt in der Mensa: „Wenn das Angebot gut ist, esse ich auch gern mal vegan“, sagt Lange, der ebenfalls im elften Semester an der Uni Rostock studiert. Dieses Mal hat er sich Lachslasagne und Fruchtgrieß für insgesamt 3,50 Euro bestellt. „Das Essen schmeckt, ist preiswert und ich werde satt“, so Lange, dessen Lieblingsgericht Nudelauflauf ist.

Auch Elisabeth Knaack (26) ist zufrieden mit der Auswahl. „Ich gehe täglich mit Kommilitonen in die Mensa“, sagt die 26-Jährige aus Torgelow, die im 13. Semester Mathematik und Deutsch auf Lehramt studiert. Gern esse sie vegetarisch oder vegan, „auf jeden Fall muss Gemüse dabei sein“, so Knaack. Dieses Mal hat sie sich für einen Lauchbratling an Hirtenkäse-Dip und Grieß mit Früchten entschieden – macht 3,10 Euro.

Ein ebensolcher Verfechter für Gemüse ist Daniel Stähler: „Das Angebot mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen ist sehr gut“, sagt der 26-Jährige, der Chemie und Geschichte auf Lehramt studiert. Früher sei er drei Mal pro Woche in der Mensa gewesen, mittlerweile gehe er einmal wöchentlich entweder in die St.-Georg- oder die Ulmenstraße. Auch er esse gern mal vegetarisch oder vegan und schätzt „neben gekochtem Gemüse Salat sehr“. Von der Kennzeichnung der Zusatzstoffe ist er ebenso angetan – zumal seine Freundin ebenfalls nicht alles vertrage.

Stähler wird wohl auch künftig auf seine Kosten kommen, denn Martini plant mit dem Agrarmarketing für 2016 eine Woche mit Spargel aus der Region. Es sei nicht leicht, heimisches Gemüse zu bekommen, „denn die Bauern können unsere großen Mengen nicht regelmäßig liefern“, sagt Martini. Doch sie und ihr 16-köpfigges Team arbeiten daran. „Pilze aus Markgrafenheide und einheimischen Wels beziehen wir bereits“, so Martini.

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