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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Januar 2018 | 12:20 Uhr

Finanzen : Rostocks Steuereinkünfte sprudeln

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Im Schnitt zahlt jeder Einwohner 743 Euro – deutlich mehr als im übrigen Land, aber immer noch erheblich weniger als im Westen

von
erstellt am 26.Nov.2014 | 18:00 Uhr

Die Hansestadt hat im vergangenen Jahr kräftig an der Steuerschraube gedreht und damit für Rekordeinnahmen gesorgt. Insgesamt 156,9 Millionen Euro flossen nach Angaben der Verwaltung ins Stadtsäckel, ein Plus von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit zahlte jeder Rostocker im Schnitt 743 Euro Steuern – ein Viertel mehr als im Landesdurchschnitt, aber noch immer nur zwei Drittel des Westniveaus.

Bei der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit pro Einwohner muss sich Rostock Schwerin und Neubrandenburg geschlagen geben. Der bereinigten Realsteueraufbringungskraft sowie Steuereinnahmekraft zufolge zahlen deren Bewohner im Schnitt mehr Steuern pro Person. In der Summe allerdings zieht das Rostocker Finanzamt im Vergleich zu Schwerin mehr als doppelt so viel und im Vergleich zu Neubrandenburg dreimal so viel Geld ein.

Wichtigste Steuereinnahmequelle der Hansestadt ist dabei nach wie vor die Gewerbesteuer. Sie macht mit 74,6 Millionen Euro brutto fast die Hälfte der städtischen Einkünfte aus. Allein die 20 Top-Betriebe spülten 24,3 Millionen Euro in die Kassen. Insgesamt ist die Zahl der Gewerbesteuerzahler in Rostock in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich auf mittlerweile fast 16 000 angewachsen, ein deutliches Zeichen für den anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung der Hansestadt. Die Abgabepflichtigen müssen seit vergangenem Jahr einen Hebesatz von 465 Punkten entrichten – einsame Spitze in MV und auch bundesweit im vorderen Drittel vergleichbarer Städte von Mainz bis Wuppertal. Mit jetzt 338 Euro Pro-Kopf-Aufkommen bei der Gewerbesteuer konnte Rostock im bundesweiten Vergleich kräftig aufholen. Betrug der Abstand 2011 noch 32 Prozent, war es 2013 nur noch die Hälfte.

Im Gleichschritt mit der Gewerbesteuer stieg auch der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Die so erzielten 45,6 Millionen Euro machen 29 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Ebenfalls zugelegt hat die Hansestadt bei den Einkünften aus der Grundsteuer B. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Erhöhung des Hebesatzes von 450 auf 480 Punkte. Damit liegt Rostock jetzt hinter Schwerin und Neubrandenburg auf Platz drei in MV. In der Folge stiegen die Einnahmen in diesem Bereich um 1,8 auf insgesamt 22,6 Millionen Euro, was 15 Prozent der Gesamteinnahmen entspricht.

Zu den übrigen Einkünften tragen mit sieben Prozent die Umsatzsteuer, mit zwei Prozent örtliche Gemeindesteuern wie Hunde- oder Vergnügungssteuer und mit 0,04 Prozent die Spielbankabgabe bei. Außerdem kassiert Rostock für 2013 laut Plan 10,4 Millionen Euro Konzessionsabgaben für Wasser, Strom, Gas und Fernwärme.

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