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Deutsches Rotes Kreuz : Rostocks Retter sind heiß auf Hilfe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Insgesamt 50 Mitarbeiter und Freiwillige vom Deutschen Roten Kreuz verschenken Kaffee an Pendler und werben für ihre Arbeit

Auf dem Weg zur Arbeit, Uni, in die Kita oder zum Sport sind gestern viele Rostocker überrascht worden. Mitarbeiter vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schenkten morgens Am Brink, am Dierkower Kreuz, im Hauptbahnhof, in acht Kindertagesstätten sowie in der Mittagszeit auf dem Neuen Markt Gratis-Kaffee aus. „DRK – kein kalter Kaffee“, so das Motto der Aktion.

„Viele verbinden mit uns den Rettungsdienst, Erste Hilfe und maximal noch die Blutspende“, sagt Stefanie Kasch. „Dabei bieten wir viel mehr. Und mit der Aktion wollen wir den Menschen zeigen, dass sie uns im Alltag viel öfter begegnen, als sie denken“, so die Sprecherin des Rostocker Kreisverbandes. Allein in der Hansestadt beschäftigt das DRK rund 1000 Mitarbeiter und kann dazu auf 600 Freiwillige zählen.

Das haupt- und ehrenamtliche Angebot umfasst Katastrophenschutz und Rettungsdienst, die Flüchtlingshilfe, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Kinder- und Jugendarbeit. „Wir betreiben in Rostock knapp 40 Einrichtungen. Bei uns bekommt jeder Hilfe – die reicht vom ungeborenen Kind bis zur Sterbebegleitung“, sagt Sabine Junge. Zusammen mit gut 50 Kollegen musste die DRK-Ehrenamtskoordinatorin gestern sehr früh aufstehen. Um 4 Uhr begann das große Kaffeekochen, ab 6.30 Uhr stand Sabine Junge auf dem Brink und füllte Kaffeebecher um Kaffeebecher. Nach rund einer Stunde waren allein an dieser Station schon 30 Liter verteilt. Ähnliche Mengen wurden auch an den anderen Standorten verteilt und vor Ort fleißig nachgekocht. „Die meisten sind erst skeptisch, weil sie denken, wir kommen mit Klemmbrett und machen eine Umfrage oder wollen sie auf dem Weg zur Arbeit in ein langes Gespräch verwickeln“, berichtet Fanny Schmidt. „Wenn wir dann aber sagen, dass wir ihnen nur einen Kaffee schenken wollen, dann freuen sie sich“, ergänzt Catrin Gärtner. Den Informationsflyer zum DRK würden viele dann aber doch gerne noch zum Heißgetränk dazu nehmen.

„Es geht gar nicht darum, dass heute jemand sofort Mitglied wird“, sagt Stefanie Kasch. Die Kaffee-Aktion anlässlich des Weltrotkreuztages am 8. Mai sei vielmehr dazu da, aufzuklären und über die Arbeit des DRK zu informieren. „Denn wir sind keine staatliche Organisation und brauchen für unsere Arbeit Unterstützung“, so die Sprecherin des Kreisverbandes. „Die freiwilligen Feuerwehren sind zum Beispiel in den Haushalten der Städte drin, der Sanitätsdienst aber nicht“, so Kasch. Deshalb wäre das DRK auf Unterstützung angewiesen – egal, ob von Mitgliedern, Helfern oder Spendern. Denn ohne die Männer, Frauen und Jugendlichen vom Roten Kreuz wäre die Absicherung von Großveranstaltungen wie Hanse Sail, Warnemünder Woche oder Konzerten so nicht möglich.

Der Weltrotkreuztag

Am 8. Mai 1828 wurde Rotkreuz-Begründer Henry Dunant geboren. Auf seine Initiative begann vor 152 Jahren die Geschichte der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, zu der inzwischen weltweit 190 nationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften gehören. Dunants Geburtstag wird alljährlich international als Weltrotkreuztag begangen. In Rostock leistet das DRK mit 1000 Mitarbeitern und rund 600 Ehrenamtlichen wertvolle Dienste für Hilfebedürftige.

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erstellt am 10.Mai.2016 | 08:00 Uhr

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