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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Oktober 2017 | 06:02 Uhr

Ab 2017 : Rostocks Radwegewart verlängert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Robert Drescher kontrolliert die Zweiradstraßen der Hansestadt / Ab 2017 ist er ganzjährig im Einsatz

Etwa 10 000 Kilometer legt Robert Drescher an seinen 90 Einsatztagen im Rostocker Stadtgebiet zurück – von April bis Oktober ist er täglich um die 60 Kilometer auf dem Fahrrad unterwegs, um die Zweiradstraßen in der Hansestadt in Schuss zu halten. Ab 2017 will Rostock seinen Radwegewart jetzt sogar ganzjährig beschäftigen – unter den Fittichen der Stadtentsorgung Rostock (SR).

Viel Gepäck hat Drescher nicht dabei, wenn er gegen 9 Uhr das Gelände der Stadtentsorgung am Petridamm verlässt. Gewappnet mit Besen und Schaufel sowie genügend Luft auf den Reifen streift der 37-Jährige täglich durch seine Reviere. „Und es macht immer noch eine Menge Spaß“, sagt Drescher. Vom Stadthafen bis nach Warnemünde, von Dierkow bis nach Hohe Düne und alles, was dazwischen liegt – insgesamt sei die Stadt in neun Einsatzgebiete eingeteilt. „Die fahre ich routinemäßig in einem festen Turnus ab“, sagt der gelernte Maurer. Trotzdem sei der Einsatz des Wegewarts flexibel, bei Meldungen über besondere Verunreinigungen steuere er das entsprechende Gebiet öfter an. „Schwerpunkte sind gerade im Sommer natürlich der Stadthafen, weil sich dort viele Menschen aufhalten und mal eine Flasche kaputt geht oder was liegen bleibt“, sagt Drescher. Aber auch Bereiche im Nordwesten – beispielsweise zwischen Evershagen und Lütten Klein – seien neuralgische Punkte, weil diese hoch frequentiert sind, weiß der Radwegewart.

Zu seinen Aufgaben zählt neben der Beseitigung kleinerer Verschmutzungen aber auch die Überprüfung des Zustands der Straßen: „Ob Wegplatten lose sind oder Fahrradwege zugeparkt – das melde ich dann der Zentrale“, sagt der 37-Jährige. Kleinere Verschmutzungen entsorge er schnell selbst, für größere Müllberge kämen die Kollegen mit der Kehrmaschine vorbei.

Geschaffen wurde die Stelle 2011 als Pilotprojekt. „Auf Anregung der Einwohner, des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs und des Umweltsenators hin“, sagt Steffen Böhme, Sprecher der Stadtentsorgung. Inzwischen ist der Radwegewart seit fünf Jahren in der Stadt unterwegs. Die Reaktionen fallen durchweg positiv aus: „Meist sind es ältere, aber auch jüngere Leute sagen mir häufig, wie wichtig der Job ist“, so Drescher. Auch treffe er auf seinen Touren Fahrradtouristen, die nach dem Weg fragen. „Denen gebe ich natürlich gern Auskunft, denn als Radwegewart repräsentiere ich Rostock schließlich auch als fahrradfreundliche Stadt“, sagt Robert Drescher. Sport macht er in seiner Freizeit übrigens nur noch selten.

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