Olympia : Rostocks Plan steht

Tritt Rostock als Austragungsort für Olympia an? Das Team um Oberbürgermeister Roland Methling stellte gestern die Studie vor.
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Tritt Rostock als Austragungsort für Olympia an? Das Team um Oberbürgermeister Roland Methling stellte gestern die Studie vor.

Rathaus spricht sich für erneute Bewerbung an der Seite Hamburgs oder Berlins aus. Nutzung nach den Spielen ist gegeben

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11. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Noch prägt graue Tristesse aus Beton das Bild der Warnemünder Mittelmole – schon in zehn Jahren könnte hier die ganze Welt zu Gast sein: Mit der gestern vorgelegten Machbarkeitsstudie signalisiert die Hansestadt ihre generelle Bereitschaft für eine erneute Bewerbung als olympisches Segelrevier an der Seite Hamburgs oder Berlins 2024 oder 2028. Doch was würde damit auf Rostock zukommen? Welche Vorteile hätte die Austragung der olympischen Segelwettbewerbe für die Region? Fragen, die sich nach den gescheiterten Bewerbungen um Olympia in den Jahren 2000 und 2012 nun erneut auftun.

„Wir können Olympia, das haben wir mit der Machbarkeitsstudie eindeutig nachgewiesen“, betont Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Laut Studie könnten die olympischen Segelwettbewerbe so aussehen: Herzstück würde die Mittelmole zwischen dem Alten und dem Neuen Strom in Warnemünde werden. Hier sollen das olympische Dorf, Flächen zur zeitweiligen Nutzung sowie Aufstellmöglichkeiten für Boote entstehen. Die olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe an sich würden auf vier Bahnen westlich und drei Bahnen östlich der Hafenzufahrt stattfinden. Investitionen von rund 32 Millionen Euro sind für den Bau der land- und seeseitigen Sportanlagen veranschlagt. „Rostock hat hervorragende Bedingungen für den Segelsport. Dies gilt nicht nur für Olympia, denn auch in Zukunft könnten sportliche Großveranstaltungen an die Ostseeküste geholt werden“, hebt Torsten Haverland, Geschäftsführer des Landessportbundes MV und Vizepräsident des Deutschen Seglerverbandes, hervor. Zudem verspricht die Studie eine hohe Aufmerksamkeit für die Region: Ausgegangen wird dort von einer Million Zuschauern vor Ort und bis zu drei Milliarden vor dem Fernseher.

Unterstützung erhält die geplante Olympiabewerbung Rostocks auch seitens der Landespolitik. Innen- und Sportminister Lorenz Caffier (CDU) bezeichnet die Studie nicht nur als „überzeugendes Plädoyer“, sondern hebt auch die Bedeutung für das gesamte Bundesland hervor. „Von der Nachhaltigkeit des Konzeptes würde nicht nur Warnemünde, sondern die ganze Region und letztlich das Land Mecklenburg-Vorpommern profitieren“, sagt der Minister.

Nachhaltigkeit ist auch ein Anliegen Methlings, der das vorgelegte Konzept in die städtebauliche Weiterentwicklung der Mittelmole einordnet. „Ein Großteil der Kosten reiht sich ohnehin in geplante Projekte zur Gestaltung des Areals ein“, so der Oberbürgermeister. Dies betreffe vor allem die geplanten Investitionen zugunsten des Segelsports in Warnemünde.

Während der Deutsche Olympische Sportbund am 21. März die Entscheidung zugunsten Hamburgs oder Berlins bekannt gibt, will die Hansestadt mit Bürgerbefragungen zu Beginn nächsten Jahres auch die Rostocker in die Entscheidung der Olympiabewerbung einbeziehen.

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