Bauvorhaben : Rostocks Hafencity wächst

Vorstandsassistentin Angie Wohlfeil und Hanseat-Zimmerergeselle Daniel Pischke stoßen auf den künftigen Firmensitz an.
Foto:
1 von 1
Vorstandsassistentin Angie Wohlfeil und Hanseat-Zimmerergeselle Daniel Pischke stoßen auf den künftigen Firmensitz an.

Die Wohnungsgenossenschaft Marienehe feiert Richtfest ihrer neuen Zentrale.

von
15. November 2014, 09:00 Uhr

Die Hafencity bekommt Zuwachs: Gestern hat die WG Marienehe Richtfest für ihren neuen Hauptsitz in der Hellingstraße gefeiert. Zwei weitere Häuser mit 120 Wohnungen sollen in unmittelbarer Nachbarschaft folgen. „Wir wollen den Standort neu beleben“, sagt Vorstand Hans-Joachim Lüdemann. „Die Gesamtkosten betragen deutlich mehr als 20 Millionen Euro.“

Im neuen, dreistöckigen Hauptsitz kommen die Schreibtische für rund 20 der insgesamt 25 Wohnungsgenossenschafts-Mitarbeiter unter. Läuft alles nach Plan, können sie Ende Juni 2015 einziehen. Neben den Büros beinhaltet der Neubau auch einen Mehrzweckraum, eine Dachterrasse und zwei Tiefgaragen. Zwei weitere Gewerbeeinheiten im obersten Stockwerk werden an Fremdfirmen vermietet.

„Wir haben 2010 angefangen, uns mit dem Grundstück zu beschäftigen“, sagt Lüdemann. Bis zum Baustart im Frühjahr sei es dann aber noch ein langer Weg durch die Institutionen gewesen: Bauamt, Gestaltungsbeirat, Ortsbeirat, Bau- und Planungsausschuss – überall wurde die WG vorstellig. Nach der Genehmigung für die Zentrale wartet sie derzeit noch auf die endgültige Erlaubnis zum Bau der anderen beiden Häuser. Als nächstes soll der Grundstein für die „Werftkristalle“ direkt hinter dem Hellingkran gelegt werden, die Wohnungen und Gewerbe miteinander vereinen. Reine Wohngebäude sind in dem Mischgebiet nicht erlaubt.

„Es werden alles Mietwohnungen, für die wir schon jede Menge Interessenten haben“, sagt Lüdemann. Bislang gebe es aber keine konkrete Warteliste: „Wir werden noch die nächsten drei, vier Jahre bauen.“ Am Ende sollen barrierefreie Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen entstehen, mit denen die WG erstmals seit der Wende wieder die 3000-Wohnungen-Marke knackt. „Aktuell planen wir mit Mieten zwischen neun und zehn Euro pro Quadratmeter“, so Lüdemann. Es gehe seiner Wohnungsgenossenschaft nicht um den maximalen Profit: „In dieser Lage bekäme man locker zwölf Euro.“

Dass die Mieten trotzdem weit über dem Rostocker Durchschnitt von 5,13 Euro pro Quadratmeter liegen, hänge unter anderem mit den zuletzt deutlich gestiegenen Baukosten zusammen. Darüber hinaus seien die Standards heute so hoch, beispielsweise in Bezug auf den Feuerschutz und die Energieeffizienz, dass sie zwingend Mehrkosten verursachen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen