Wirtschaft : Rostocks Hafen bleibt Spitze

Der Rostocker Hafen ist mit Abstand der größte in Mecklenburg-Vorpommern.
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Der Rostocker Hafen ist mit Abstand der größte in Mecklenburg-Vorpommern.

Lübeck konnte beim Warenumschlag überholt werden. Kooperation mit DB Schenker wird bis 2024 verlängert.

svz.de von
28. Juni 2016, 21:00 Uhr

Der Hafen der Hansestadt ist der erfolgreichste an der deutschen Ostseeküste – und will es bleiben. Deshalb ist gestern im alten Obstterminal eine fruchtbare Zusammenarbeit verlängert worden. Im 25. Jahr ihres gemeinsamen Wirkens haben die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (Hero) und das Logistikunternehmen DB Schenker ihre strategische Kooperation bis 2024 verlängert.

Das angemietete Gelände nahe der Kaikante – ein 11 000 Quadratmeter umfassendes Umschlagzentrum namens Baltic Sea Gate – ist für das Logistikunternehmen zentraler Dreh- und Angelpunkt für Transporte nach Skandinavien, Russland, ins Baltikum sowie in südlicher Richtung bis über die Alpen nach Italien und Österreich. „Bilateral bewegt werden dabei vor allem klassische Industrie- und Konsumgüter mit etwa 12 000 Trailern pro Jahr“, sagt Jens-Uwe Uhlich, Prokurist der Güstrower Geschäftsstelle von DB Schenker. Hauptziele wären Finnland, Schweden und Norwegen. Die ausgezeichneten Fährverbindungen des Hafens seien ein Hauptgrund dafür, dass der Logistikriese zwar mit allen Häfen an der Küste kooperiert, aber nur in Rostock ein Umschlagzentrum betreibt. Aufgrund seiner Größe dient es auch als Zentrallager für Kunden im Im- und Exportbereich.

Arbeiten Hand in Hand für den gelungenen Im- und Export über die Schnittstelle Rostock: Gernot Tesch (Hero, l.) und Gunnar Scholtz (DB Schenker).
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Arbeiten Hand in Hand für den gelungenen Im- und Export über die Schnittstelle Rostock: Gernot Tesch (Hero, l.) und Gunnar Scholtz (DB Schenker).
 

Weil die Auftragslage gut aussieht und der Standort gesichert sei, plant der Geschäftsführer, es auch nicht bei der Mitarbeiterzahl von aktuell 15 zu belassen. „Perspektivisch wollen wir die Zahl in drei bis vier Jahren verdoppeln“, so Gunnar Scholtz.

Hero-Geschäftsführer Gernot Tesch freut sich über die Treue des Logistikunternehmens. Gerade solche langfristigen Partnerschaften würden zum Wachstum des Hafens beitragen. „Wir haben im Vorjahr Lübeck hinter uns gelassen und es läuft in diesem Jahr so gut, dass wir den Abstand weiter vergrößern können“, so Tesch. 2015 hätte die Hero die Zahl von 500 000 jährlichen Frachteinheiten fast erreicht – 2016 würde man diese Marke souverän überschreiten. Auf dem Erfolg ausruhen wollen sich die Verantwortlichen aber nicht. Ein Schwerpunkt künftiger Arbeit läge auf der Ausweitung der Anbindung. „Wir müssen uns weiter in Richtung Osteuropa entwickeln, um für die großen Logistiker attraktiv zu bleiben“, so Tesch.

Zahlen und Fakten

Das Objekt: ist ein 11 000 Quadratmeter großes Umschlagszentrum mit dem Namen Baltic Sea Gate; darin befinden sich nicht nur ein vollintegrierter Bahnanschluss, sondern auch 1500 Europalettenstellplätze. Früher war an gleicher Stelle das alte Fruchtterminal des Überseehafens. Seit 2011 bewirtschaftet DB Schenker das gesamte Terminal – inklusive eines Neubaus der Kaihalle 8

Die Verkehre: neben 12 000 Trailern jährlich auch 1300 Zugankünfte und -abfahrten von und nach Verona, Karlsruhe, Duisburg und Wels (Österreich)

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