24-Stunden-Kita : Rostocks Eltern sind jetzt gefragt

Spatenstich am 29. September: Rund um die Uhr Betreuung an 365 Tagen im Jahr – das will die Kita im Humperdinckweg ab September 2015 gewährleisten. Die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik baut auf dem Gelände der Betreuungseinrichtung eine 24-Stunden-Kita.
Foto:
Spatenstich am 29. September: Rund um die Uhr Betreuung an 365 Tagen im Jahr – das will die Kita im Humperdinckweg ab September 2015 gewährleisten. Die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik baut auf dem Gelände der Betreuungseinrichtung eine 24-Stunden-Kita.

Das Jugendamt und die Universität Rostock rufen zur Beteiligung an Erhebung zur Kita-Planung auf.

svz.de von
19. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Jetzt sind Rostocks Eltern gefragt: Sind sie mit dem Kita-Angebot in der Hansestadt zufrieden oder benötigen sie eine individuelle Betreuungslösung? Um herauszufinden, wie es um die Zufriedenheit der Rostocker Familien bestellt ist, unternimmt das Jugendamt in Kooperation mit der Universität Rostock derzeit eine Elternbefragung in Zusammenhang mit der Jugendhilfeplanung der Hansestadt Rostock.

„Ziel der Befragung ist die Optimierung der Betreuungssituation von Kindern in Kindergarten und Krippe“, sagt Olaf Gäde vom Sachgebiet Planung und Qualitätsentwicklung des Jugendamtes. Durch die erhobenen Daten soll geprüft werden, ob die Hansestädter tatsächlichen Bedarf an einer 24-Stunden-Kita haben. Dazu haben in den vergangenen Tagen und Wochen 60 Prozent der Rostocker Eltern einen mehrseitigen Fragebogen nach Hause geschickt bekommen. Sie wurden stichprobenartig ausgewählt „Das sind 4200 Elternhäuser, aufgeteilt in die einzelnen Wohngebiete“, sagt Gäde. In einer so genannten Klumpenumfrage wurden Eltern aus 42 der insgesamt 80 Rostocker Kitas aus allen Stadtteilen ausgewählt.

Befragt wurden sie unter anderem nach Kinderanzahl, Berufsfeld, Arbeitszeiten, Öffnungszeiten der Kita, Zufriedenheit mit der Kita, Wünschen für die zukünftige Betreuungssituation und die Bereitschaft, zusätzliche Kosten zu übernehmen. „Die Kosten können von 50 bis 300 Euro gestaffelt angegeben werden“, sagt Gäde.

Er hofft auf eine rege Teilnahme bei den Familien. Nur so könne ermittelt werden, ob Änderungen in der Kita-Bedarfsplanung nötig sind. Erfahrungsgemäß während der Umstellung von Krippe zur Kita und zwischen Kita und Hort treten vermehrt Engpässe auf. „Beispielsweise in der St.-Georg-Schule gab es dieses Jahr ein Hortproblem“, so Gäde. Jedes Jahr werde die Kita-Planung den Ansprüchen der Bevölkerung angepasst. Außerdem blickt das Jugendamt auf eine gute Zusammenarbeit mit den sozialen Trägern.

Zwischen Februar und März sollen die Ergebnisse der Befragung vorliegen. Bisher gibt es in Rostock noch keine 24-Stunden-Kita. Eine erste Einrichtung unter Trägerschaft der Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik entsteht derzeit in der Humperdinckstraße.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen