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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 02:33 Uhr

Zoo : Rostocks Eisbär-Baby ist ein Junge

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Kleine wiegt schon stolze 7,5 Kilogramm / Er hat zum ersten Mal im Schnee gespielt / Jetzt sucht der Zoo einen Namen

von
erstellt am 06.Feb.2015 | 20:13 Uhr

Es ist ein Junge! Das Rätselraten um das Geschlecht von Deutschlands knuffigstem Eisbärennachwuchs ist beendet – die beiden Stammpfleger Matthias Petzoldt und René Schoknecht hatten den richtigen Riecher. Sie haben das kleine Knäuel in den vergangenen Wochen akribisch per Video beobachtet und aus seinem Verhalten geschlossen: „Das ist ein Junge!“ Unter Männern kennt man sich eben.

„Unser kräftiges Rostocker Bürschchen wiegt schon 7,5 Kilogramm und macht einen hervorragenden Eindruck“, sagt Kuratorin Antje Zimmermann. Das hat jetzt die erste Kontrolluntersuchung seit der Geburt Anfang Dezember vergangenen Jahres ergeben. Damals zeigten die Bilder aus der Wurfhöhle von Eisbärmama Vilma ein gerade einmal meerschweinchengroßes und kräftig quiekendes Jungtier – der erste Nachwuchs in Rostock seit zehn Jahren.

Und der kleine Eisbärenmann ist in guten Tatzen. Selbst mit kleinen Leckerbissen ließ sich seine fürsorgliche Mutter trotz mehrfacher Versuche nicht von ihrem Baby weglocken – bis sich für die Tierpfleger in dieser Woche endlich die Gelegenheit ergab, den Kleinen etwas näher zu untersuchen. „Dass sich das Eisbärenbaby großartig entwickelt hat, ist nicht zuletzt an seinem Gewicht zu erkennen. Der Kleine wirkt kerngesund und aufgeweckt und weiß sich durchaus auch schon zur Wehr zu setzen“, sagt Zimmermann.

Für einen längeren Ausflug ins Freie reicht es allerdings noch nicht, auch wenn der Kleine immer aktiver in seiner Box wird und sich zunehmend für seine Umgebung interessiert. Das geschieht noch sehr holprig, weil seine Beine ihn noch nicht recht tragen wollen. Zurzeit sieht man ihn in den Videoaufzeichnungen oft durch die Box rollen, weil er bei seinen Laufversuchen immer wieder umfällt und umherpurzelt.

Das hindert den kleinen Bären jedoch nicht daran, es immer wieder zu versuchen. Er spielt viel mit seiner Mutter und beißt ihr schon manchmal frech in die großen Bärentatzen oder klettert kreuz und quer auf Vilma herum.

Viel Zeit verbringen die Unzertrennlichen damit, eng aneinandergekuschelt zu schlafen. Beim Trinken stellt sich Vilmas Baby nach wie vor sehr geschickt an, sodass es auch schnell wächst und zunimmt. Wenn seine zwölf Jahre alte Mutter die Wurfbox verlässt, ruft das Junge lautstark nach ihr und versucht, ihr zu folgen. „Es ist noch zu früh, um über Charaktereigenschaften zu reden. Beim genauen Hinschauen könnte man meinen, den Gesichtsausdruck seines Opas Churchill, des berühmtesten Rostocker Eisbären, zu erkennen“, so die Kuratorin.

Ende März sollen Mutter und Kind ins Freie kommen. Bis dahin zeigt der Zoo immer wieder aktualisierte Aufnahmen direkt aus der Wurfhöhle auf Bildschirmen an der Bärenburg, im Aquarium und im Darwineum. Sobald der Kleine sicher schwimmen kann, ist der Umzug auf die größere Anlage von Papa Lars (21) geplant, der in den dänischen Zoo Aalborg ausweicht.

Schlagen Sie einen Namen vor
Was dem kleinen Eisbärenmann noch fehlt, ist ein passender Name. Dabei hofft der Zoo auf zahlreiche Vorschläge bis zum 10. März. Direktor Udo Nagel: „Bei der Auswahl sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Vielleicht wäre ein nordisch klingender Name schön. Leicht und verständlich sollte er sein und eventuell im Zusammenhang mit einer ganz besonderen persönlichen Geschichte stehen.“ Die besten Ideen stellt der Zoo zur Abstimmung. Kontakt: presse@zoo-rostock.de oder Stichwort „Eisbärenbaby“ per Post an: Zoo Rostock, Rennbahnallee 21, 18059 Rostock.
 

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