Battle of the Year : Rostocks Breakdancer heben ab

Dynamische Choreografien und akrobatische Elemente vereint die Breakdance-Gruppe „Typhon“ aus Rostock. Julian Albrecht , Marco Fiebiger, Dimitri Sonnengrün, Enrico Polack, Mario Zschornack, Gerd Klinkmann, Philip Karsten, Mike Greek und Brit Bauermeister (v.l.).
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Dynamische Choreografien und akrobatische Elemente vereint die Breakdance-Gruppe „Typhon“ aus Rostock. Julian Albrecht , Marco Fiebiger, Dimitri Sonnengrün, Enrico Polack, Mario Zschornack, Gerd Klinkmann, Philip Karsten, Mike Greek und Brit Bauermeister (v.l.).

Gruppe „Typhon“ belegt bei nationalem Wettbewerb „Battle of the Year“ den dritten Platz

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20. September 2015, 09:00 Uhr

Mitreißende Hip-Hop-Beats und in der Mitte eine Bühne, auf der sich Tänzer akrobatisch gedrehten Sprüngen widmen. So das Bild beim „Battle of the Year“, der jüngst in Hannover stattfand. Hier traten die besten sieben Breakdance-Truppen aus ganz Deutschland gegeneinander an. Mit dabei die Crew „Typhon“ aus Rostock. Sie belegte den dritten Platz und zählt damit zu den besten Breakern Deutschlands.

„Leider hat es zum Sieg nicht ganz gereicht“, sagt Gerd Klinkmann. „Doch wir sind trotzdem sehr zufrieden“, ergänzt der Medizinstudent, der seit 15 Jahren tanzt. „Das Battle of the Year gilt als inoffizielle Breakdance-Weltmeisterschaft“, erklärt er. Deshalb haben sich die elf Mitglieder von „Typhon“, was Schiffshorn bedeutet, über ein halbes Jahr auf ihre Bühnenperformance vorbereitet. „Die lange Vorbereitung für den Auftritt waren nötig“, erinnert sich Julian Albrecht.

Die Choreografie musste den Anforderungen der fünfköpfigen Jury in Hannover genügen, um in die nächste Runde, die sogenannten „Battles“ zu gelangen, so Albrecht. Diese basieren auf der Hip-Hop-Streitkultur, werden allerdings nur tänzerisch ausgeführt“, erklärt Klinkmann. Die Rostocker schafften es schließlich in diese Runde. „Uns war es ein Anliegen, auf der Bühne eine Geschichte zu erzählen und zu zeigen, wo wir herkommen“, sagt Klinkmann weiter und verweist auf den thematischen Bezug zur Heimat. „Wir trugen gelbe Friesennerze und unsere Bewegungsabläufe stellten eine Angelausfahrt eines Seemanns dar.“ Nicht nur die Kreativität der Rostocker Crew überzeugte die Fachleute. „Es wurde auch auf Bühnenpräsenz, Auswahl von Musik sowie Synchronität der Tänzer geachtet“, erklärt Brit Bauermeister, die einzige Frau im Team. Wenn sie nicht mit „Typhon“ trainiert, gibt die 32-Jährige im Tanzland Hip-Hop-Kurse für Jugendliche und Erwachsene. „Einige der Kursteilnehmer waren am Samstag sogar zur Unterstützung mit nach Hannover mitgereist“, fügt Studioinhaber Peter Mann an. „Sogar Schilder wurden gebastelt“, sagt er. „Mittlerweile ist das Studio für die Crew schon wie ein zweites Zuhause geworden“, fügt der Tanzlehrer an. Die Proben würden eben bis in die Nacht andauern.

Im Halbfinale trafen die Rostocker auf die Vorjahressieger „The Saxons“. „Wir boten ihnen im Battle die Stirn, doch mussten uns am Ende geschlagen geben“, fasst Klinkmann zusammen. Auch im Finale habe sich die Crew aus Sachsen durchgesetzt und fährt schließlich zur großen Weltmeisterschaft am 24. Oktober nach Braunschweig.

„Typhon“ macht trotzdem weiter. „Unser nächstes Projekt könnte in die Richtung Tanztheater gehen“, verrät Gerd.

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