Tarifverhandlungen : Rostocks Beschäftigte streiken für mehr Lohn

Mit Fahnen und Trillerpfeifen forderten Mitarbeiter der öffentlichen Einrichtungen höhere Löhne.
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Mit Fahnen und Trillerpfeifen forderten Mitarbeiter der öffentlichen Einrichtungen höhere Löhne.

Gewerkschaft Verdi fordert eine Gehaltserhöhung von 3,5 Prozent plus 100 Euro. Rathaus und Ämter lahmgelegt

svz.de von
20. März 2014, 10:00 Uhr

Wer gestern in Rostock einen neuen Personalausweis oder Reisepass beantragen wollte, hatte Pech: Die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes streikten, Rathaus und Ämter blieben geschlossen. Eine Erhöhung um 3,5 Prozent des bisherigen Gehalts plus 100 Euro will die Gewerkschaft Verdi für die öffentlichen Stellen erreichen.

„Am 14. Februar haben wir die Forderung mitgeteilt. Mehr als einen Monat warten wir nun schon auf ein Angebot der Arbeitgeber, bisher gab es nichts Derartiges. Sie versuchen, es einfach auszusitzen“, so Verdi-Gewerkschaftssekretärin Simone Wolf. Die Demonstranten drückten mit lautem Rufen und Trillerpfeifen ihre Zustimmung aus. Sollte in den folgenden Tagen kein verhandlungsfähiges Angebot vom Arbeitgeber Staat vorgelegt werden, würden nächste Woche weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen, kündigte Wolf weiterhin an. Neben Angestellten der Stadtverwaltung, des Jobcenters und der Agentur für Arbeit hatten sich auch zivile Mitarbeiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums und des Fachsanitätszentrums aus dem Marinekommando vor dem Rathaus versammelt. „Den Streikenden wird vorgeworfen, sie wären zu maßlos. Dabei haben sich die Löhne in diesem Sektor in letzter Zeit unterdurchschnittlich entwickelt“, sagte Franka Teubel vom Personalrat der Stadtverwaltung. „Gute Arbeit verdient guten Lohn“, so Teubel. „Darum werden wir kämpfen!“

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