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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 17:05 Uhr

Schlag den Henssler : Rostocker von Henssler abgekocht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Rostocker André Mahler kämpft bei Pro7-Show gegen TV-Koch um 250 000 Euro – und verliert

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2017 | 20:50 Uhr

André Mahler hat am Wochenende wenig geschlafen und hart gekämpft. Aber nicht wie sonst als Linebacker beim American Football mit seinem Team, den Rostocker Griffins. Stattdessen stand der 32-Jährige fünf Stunden lang vor den TV-Kameras von „Schlag den Henssler“ in Köln-Mühlheim. 15 Spiele lang versuchte der Hansestädter, Steffen Henssler zu bezwingen und sich so 250 000 Euro zu sichern. Zwischendrin sah es sogar gut aus, ging Mahler immer wieder in Führung gegen den Hamburger TV-Koch, der mit dieser Sendung die Nachfolge von Stefan Raab beim Sender Pro7 antrat, aber lange nicht mit dem Unterhaltungswert des mittlerweile 50-jährigen Erfinders der Show mithalten konnte.

Ausgerechnet ein Kraftspiel brachte um 1.15 Uhr die Entscheidung: Henssler hielt sich länger an einer Stange als der Rostocker Footballer, der nach mehr als zwei Minuten auf den Boden rutschte und verlor. „Da kam mir meine Sportart überhaupt nicht entgegen. Denn da arbeiten wir viel mit dem Unterkörper und ich hab einfach zu dünne Arme für meine kräftigen Beine“, so Mahler.

Nach dem Live-Sendungs-Marathon, einem Abschlussbier mit dem Fernsehteam, bei dem er Moderator Elton zum Besuch nach Rostock eingeladen und ihm ein Griffins-Shirt geschenkt hat, stand gestern schon wieder der Heimweg an. Ehefrau Sarah und Kumpel Henrik hatten den Facility-Manager nach Köln begleitet und live die Daumen gedrückt. Die Teamkollegen der Griffins und seine dreijährige Tochter waren vor dem Fernseher dabei.

Für Mahler selbst sei es schon eine Überraschung gewesen, überhaupt gegen Henssler antreten zu können. Denn das Publikum durfte aus drei Kandidaten wählen – darunter auch der Physiotherapeut von Formel1-Weltmeister Nico Rosberg. „Ich hätte nie gedacht, dass ich bei der Abstimmung gegen ihn gewinne. Aber offenbar konnten sich viele mit mir identifizieren“, so der Familienvater.

Seine Show-Vorbereitung war kurz. „Die Saison der Griffins lief ja bis Ende August und war körperlich auch sehr anstrengend.“ So blieb gerade einmal Zeit für ein bisschen Basketball und einige Tischtennis-Partien mit dem Schwiegervater. „Und ich hab mal ein Klatschmagazin in die Hand genommen und mich da auf den neuesten Stand gebracht.“

Wissensaneignung, die sich gelohnt hat, denn gerade bei den Ratespielen am Pult konnte Mahler wichtige Punkte gegen den TV-Koch einfahren, erkannte zum Beispiel mehr Titelmelodien von TV-Serien. „Aber die Fußballfragen waren für mich als Randsportler ein Eselsfuß“, sagte der Rostocker, der auch bei Geschicklichkeitsspielen unterlag. So gelang es ihm zum Beispiel nicht, schneller als Henssler Luftballons aufzupusten und nur mithilfe des Kopfes über eine Laufstrecke hinweg am Ende in einen Korb zu bugsieren. „Das werde ich mit meiner Tochter noch mal üben“, sagte der Unterlegene gestern.

Hoch hinaus ging es dagegen beim Spiel Leitersprossen, wo er Henssler im wahrsten Wortsinn abkochte und hängen ließ. Mithilfe von drei Balken mussten sich die Duellanten eine Leiter bauen, mit der sie ein Sprossengerüst hochklettern und eine Glocke läuten mussten. Mahler blieb besonnen – und gewann. Dass ihm seine ruhige Art am Tag danach von einigen TV-Kritikern den Stempel „langweilig“ einbrachte, kann der Rostocker nicht nachvollziehen. „So bin ich auch beim Football – eben fokussiert. Aber wenn ich dann gewonnen habe, dann kommen auch mal die Emotionen und die Faust.“ Leider hat es für ihn am Ende bei „Schlag den Henssler“ nicht für den großen Siegesjubel gereicht. Bei der nächsten Folge spielt ein Kandidat deshalb dann um 500 000 Euro.

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