Kaufkraft-Analyse : Rostocker verdienen 18 633 Euro

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Kommunale Statistikstelle legt Kaufkraft-Analyse vor: Warnemünder an der Spitze, Einwohner aus KTV und Hansaviertel Schlusslichter

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09. Dezember 2014, 08:15 Uhr

Die Warnemünder legen am meisten Wert auf ihre Kleidung und Körperflege, die begeistertsten Sportler und Camper leben zwischen Stadtmitte und Brinckmansdorf und die meisten Baby- und Kinderartikel werden von den Biestowern, Süd- und Gartenstädtern gekauft. So könnte die neue Kaufkraftanalyse der Kommunalen Statistikstelle der Hansestadt interpretiert werden.

Sie zeigt nach Postleitzahlen geordnet auf, wie viel Geld jeder Rostocker im Schnitt in diesem Jahr für bestimmte Artikel zur Verfügung hat. Untersucht wurden 17 verschiedene Sortimente von Nahrungs- und Genussmitteln über Unterhaltungselektronik bis hin zu den Investitionen in Uhren und Schmuck. Bei letzterem haben übrigens die Warnemünder, Diedrichshäger und Bewohner von Hohe Düne mit 69 Euro pro Einwohner erneut die Nase ganz leicht vorn, vor dem Postleitzahlbereich 18146. In ihm sind Markgrafenheider, Nienhäger, Hinrichsdorfer und Dierkower zusammengefasst, die umgerechnet jeder 68 Euro für Uhren und Schmuck ausgeben.

Alle Rostocker zusammen bringen es auf eine Kaufkraft, also ein Nettoeinkommen, von 3,8 Milliarden Euro. Das entspricht 18 633 Euro pro Einwohner oder 86,4 Prozent des Bundesdurchschnitts. Je Haushalt sind es 31 931 Euro oder 72,4 Prozent. Zum Vergleich: Das Nettoeinkommen aller Bewohner von MV zusammengerechnet beträgt 28,4 Milliarden Euro. Das entspricht 17 750 Euro je Einwohner oder 82,3 Prozent des Bundesdurchschnitts und 34 472 Euro je Haushalt oder umgerechnet 78,2 Prozent. Das Nettoeinkommen je Einwohner in ganz Deutschland liegt statistisch bei 21 579 Euro, pro Haushalt sind es 44 092 Euro.

Die einkommensstärksten Hansestädter sind mit Abstand die Einwohner rund um und in Warnemünde. Sie haben jeder 22 450 Euro zur Verfügung und liegen damit sogar vier Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Alle anderen Rostocker beziehen zwischen 17 595 und 19 700 Euro – mit einer Ausnahme: Die Schlusslichter aus der Kröpeliner-Tor-Vorstadt und dem Hansaviertel bringen es nur auf 16 407 Euro pro Person. Damit kommen sie nur auf drei Viertel des Bundesdurchschnitts. Wahrscheinlichste Erklärung sind die vielen Studenten, die in diesen Vierteln wohnen.

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