Neues Amt für Rostocker : Rostocker überwacht Hochschul-Budgets

Der Job von Thoralf Sens ist es, die Hochschul-Finanzen auf Vordermann zu bringen.
Der Job von Thoralf Sens ist es, die Hochschul-Finanzen auf Vordermann zu bringen.

Sozialdemokrat Thoralf Sens übernimmt Referat im Bildungsministerium

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21. Mai 2016, 05:00 Uhr

Die Hochschulen in MV bekommen im Rostocker Thoralf Sens einen neuen Aufpasser. Der 32-Jährige übernimmt das neu gebildete Referat für die Budgetsteuerung der Hochschulen im Bildungsministerium. Sein Job: Die schwerwiegenden Defizite beseitigen, die der Landesrechnungshof in einem Gutachten aus dem Dezember 2014 aufgeführt hatte.

Die Prüfer hatten damals unter anderem kritisiert, dass das Land angesichts seiner Budgethoheit zu wenig Einfluss und Steuerungswirkung entfalte. Zudem seien die so genannten Globalbudgets intransparent, unvollständig und nicht nachzuvollziehen. Daran trage das Bildungsministerium eine erhebliche Mitschuld. Es habe „nicht ausreichend eingegriffen und damit die Steuerungsdefizite mit verursacht“, stellten die Gutachter damals in ihrem Bericht fest. Globalbudgets vereinen unter anderem den Haushaltsplan, Wirtschaftspläne, Zielvereinbarungen oder auch die formelgebundene Mittelvergabe.

Mit dem neuen Referat reagiert das Ministerium nun auf die Kritik. „Es gab eine öffentliche Ausschreibung Ende vergangenen Jahres“, sagt Sens, der sich gegen 15 Mitbewerber durchsetzen konnte. Der SPD-Mann aus der Rostocker Bürgerschaft stellt klar: „Das ist keine politische Besetzung.“ Dennoch werde er seine Ämter als Aufsichtsratsmitglied beziehungsweise -vorsitzender des Volkstheaters und der Theater Management GmbH abgeben, um jegliche Interessenskonflikte zu vermeiden. Im Kontrollgremium der Stadtwerke will er aber bleiben.

Das Ministerium erklärte gestern, Sens habe sich „mit deutlichem Abstand“ durchsetzen können. Als studierter Volkswirt und dank seiner einschlägigen Berufserfahrung im Bereich der öffentlichen Finanzen bringe er beste Voraussetzungen für den neuen Job mit. „Ich mache das schon seit zehn Jahren für die Kommunen“, sagt Sens. Er sitzt auch im Haupt- und Finanzausschuss der Bürgerschaft.

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