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20. Oktober 2017 | 20:10 Uhr

Rostocker Technik für sibirischen Fisch

vom

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2012 | 07:12 Uhr

Rostock | Die Firma Rosoma aus Rostock hat dieser Tage damit begonnen, Maschinen und Ausrüstungen für einen Fischverarbeitungskomplex im westsibirischen Tjumen auszuliefern. Der Spezialmaschinenbauer rüstet die neu errichtete Fischfabrik in der russischen 580 000-Einwohner-Stadt mit einer kompletten Produktionslinie aus. Verschiedene Fischarten wie Hering, Makrele, Forelle und Lachs werden künftig in der Anlage zu Pökel- und Räucherware sowie Trockenfisch und Feinkostsalaten verarbeitet, wie das Unternehmen mitteilte.

Rosoma hatte den Auftrag mit einem Gesamtwert von 1,5 Millionen Euro in diesem Jahr erhalten. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrungen bei Entwicklung und Bau von Fisch-verarbeitungsmaschinen. "Da wir seit vielen Jahren in Russland aktiv sind, profitieren die Kunden dort von unseren speziellen Erfahrungen auf diesem Markt", sagt Geschäftsführer Gerhard Langpohl.

Lieferung auch für zwei Fang- und Verarbeitungstrawler

Im Auftrag des russischen Fischereibetriebes Murmansk Trawl Fleet rüstet Rosoma in diesem Monat auch zwei Fang- und Verarbeitungsschiffe jeweils mit einer Produktionslinie für Dorschleber-Konserven aus. Die eine Anlage ist für einen 64-Meter-Trawler bestimmt, der zurzeit auf der kroatischen Werft in Pula gebaut wird. Mit der anderen Anlage wird ein Trawler nachgerüstet, für den Rosoma schon die vorhandene Fischverarbeitung geliefert hatte. Die Rostocker Spezialfirma, die 66 Mitarbeiter beschäftigt, besitzt eigenen Angaben zufolge aktuell Aufträge im Volumen von zehn Millionen Euro.

Die Rosoma GmbH war Mitte des Jahres von der Rostocker IMG-Group mit dem Stammbetrieb Ingenieurtechnik und Maschinenbau GmbH (IMG) übernommen worden. Rosoma wurde schon 1992 in Rostock gegründet und ist spezialisiert auf Konstruktion und Fertigung von Fischverarbeitungsmaschinen für den Einsatz auf Seefahrzeugen und an Land. Die Produktionspalette umfasst zudem die Planung, Konstruktion und Fertigung von Ausrüstungen für Lebensmittelhersteller und Bäckereien sowie industrielle Reinigungstechnik. Die Schwerpunktmärkte sind Deutschland und Osteuropa, insbesondere Russland und Polen.

IMG wiederum ging 1990 aus dem Rationalisierungsmittelbau des Schiffbaukombinats der DDR hervor. Sie ist weltweit führend bei der Projektierung, Planung und Lieferung von Systemlösungen für die maritime und Maschinenbauindustrie. Seit 2003 wurden Anlagen und Projekte in 27 Länder geliefert oder bearbeitet. In der Firmengruppe sind 240 Mitarbeiter beschäftigt.

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