Weltwassertag in Rostock : Rostocker stellen Projekt Kogge vor

Nutzen die Gesprächsrunde, um sich über aktuelle Projekte zu informieren: Robert Ristow (v. l.), WWAV-Geschäftsführerin Katja Gödke und Verbandsvorsitzende Ines Gründel, Staatssekretär im Umweltministerium Dr. Peter Sanftleben und Jean Weiß.
Nutzen die Gesprächsrunde, um sich über aktuelle Projekte zu informieren: Robert Ristow (v. l.), WWAV-Geschäftsführerin Katja Gödke und Verbandsvorsitzende Ines Gründel, Staatssekretär im Umweltministerium Dr. Peter Sanftleben und Jean Weiß.

Forscher erarbeiten Gewässerentwicklungskonzept. Experten auf diesem Gebiet tauschen Erfahrungen aus.

svz.de von
19. März 2016, 08:00 Uhr

Aktuelle Schwerpunkte und Projekte haben gestern im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde anlässlich des Weltwassertages am 22. März gestanden. Dazu hatte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (Stalu MM) Wasserwirtschaftsexperten aus der Region eingeladen.

„Wasser ist eine begrenzte Ressource. Daher ist es wichtig, schonend damit umzugehen. Oberste Zielstellung aller Verantwortungsträger in diesem Bereich ist es, jederzeit den hohen Anforderungen bei der nachhaltigen Sicherung der Trinkwasserversorgung gerecht zu werden“, unterstreicht Stalu MM-Amtsleiter Jean Weiß. Ein Projekt, das den Teilnehmern vorgestellt wurde, war Kogge (Kommunale Gewässer gemeinsam entwickeln im urbanen Raum) an der Universität Rostock. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt wollen die Wissenschaftler ein Gewässerentwicklungskonzept entwerfen, bei dem Rostock Modellregion für Deutschland ist. Hierfür werden alle Fließgewässer im Einzugsgebiet der Hansestadt einbezogen. „Wir wollen die komplexe wasserwirtschaftliche Situation erfassen und ein Modell erschaffen“, so Verbundkoordinator Prof. Jens Träckner von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät.

Ziel sei es, die ökologische Entwicklung dieser Gewässer mit dem Aspekt des Hochwasserschutzes sowie den vielfältigen Nutzungsansprüchen einer Stadtgesellschaft in Übereinstimmung zu bringen. An dem Projekt als Partner beteiligt sind auch der Warnow-Wasser- und Abwasserverband (WWAV) sowie Eurawasser Nord. In einem Vortrag verdeutlichte Robert Ristow, Eurawasser-Geschäftsführer, wie wichtig diese Kogge-Ergebnisse zukünftig für die strategische Entwicklung des Kanalnetzes sein können. Denn die Gewässer übernehmen neben der Kanalisation nicht nur die Funktion der Entwässerung der Siedlungsgebiete, bei Überbelastung durch Starkregen stellen sie auch ein Hochwasserrisiko dar, das die Kanalisation nicht auffangen könne. „Ziel ist es, nachhaltige Lösungen zu finden“, so Ristow.

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