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25. November 2017 | 06:57 Uhr

Rostocker sollen an die Weltspitze

vom

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2012 | 07:19 Uhr

Rostock | Mit pfiffigen Innovationen sollen noch mehr Firmen aus Rostock in die Weltspitze vorstoßen. "Ich träume von einer Schwabenländle-Atmosphäre bei uns, also davon, die Welt zu beliefern", sagt Frank Haacker, Präsident des Unternehmerverbands Rostock und Umgebung. Der heutige Unternehmertag im Warnemünder Hotel Neptun könnte dabei als eine Art Initialzündung dienen. "Wir wollen unsere Mitglieder durch echte Projekte motivieren, die gut laufen", sagt Haacker.

Denn Vorbilder gebe es bereits, beispielsweise die Limab GmbH mit Sitz im Fischereihafen. Die hat einen Ultrakurzlaser entwickelt, der die kalte Trennung von Kunststoffen ermöglicht. Frühere Techniken hinterließen beim Zuschneiden des Materials immer Schmauchspuren, die einen zusätzlichen Arbeitsgang erforderlich machten. Dieser zeit- und kostenintensive Schritt kann nun eingespart werden - auch dank des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (Zim) des Bundes. "Unsere Spitze hat dem Bundeswirtschaftsminister klargemacht, dass wir bei allem bevorstehenden Wegfall von Fördermitteln in MV trotzdem einen Innovationsmotor brauchen", sagt Haacker. Nun fordert er auch vom Wirtschaftsministerium des Landes Hilfe. Denn: "Nur mit Innovationen haben wir echte Chancen, in der Weltspitze mitzuspielen."

Ein wichtiger Faktor dabei ist die Vernetzung mit der Wissenschaft. Der zuständige Arbeitskreis habe sehr gute Verbindungen zu den beiden Unis und drei Fachhochschulen im Land, so Haacker. Von diesen könnten die Mitglieder des Unternehmerverbands profitieren, die ausschließlich aus dem Klein- und Mittelstand kommen. "Forschung und Entwicklung können sich nur große Unternehmen leisten", sagt Haacker. Kleinere Firmen hingegen müssten eher auf Kooperationen setzen. Daher sei die Vernetzung ein entscheidender Bestandteil der Verbandsarbeit. Allerdings streicht Haacker auch die Eigenverantwortung der Unternehmer heraus: "Sie müssen wirklich auf die Suche nach geeigneten Förderprogrammen gehen." Der Verband könne zwar unterstützen, sei aber in keinerlei Bringschuld.

In Bezug auf den Mindestlohn ist die Meinung der Regionalverbände in MV geteilt. Die Rostocker plädieren gemeinsam mit den Kollegen aus Vorpommern für einen branchenüblichen Mindestlohn, während die Schweriner auf dem Standpunkt stehen, der Markt solle das alleine regeln. In einem sind sich allerdings alle einig: "Auf gar keinen Fall darf die Tarifautonomie gestört werden", sagt Haacker.

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