Hoher Besuch : Rostocker Schüler suchen den Kontakt zu Guatemala

Botschafter Carlos Humberto Jimenez Licona guckt bei Tierpflegerin Anna Behrens und Orang-Utan Edje vorbei.
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Botschafter Carlos Humberto Jimenez Licona guckt bei Tierpflegerin Anna Behrens und Orang-Utan Edje vorbei.

Botschafter des zentralamerikanischen Landes unterstützt gemeinsames Forschungsvorhaben

svz.de von
21. März 2014, 10:00 Uhr

Hoher Besuch gestern in Rostock: Der Botschafter von Guatemala, Carlos Humberto Jimenez Licona, legte Zwischenstopps im Darwineum und Erasmus-Gymnasium ein. Hintergrund ist das Vorhaben der Rostocker Gymnasiasten, künftig über eine Internetplattform mit Schülern aus Panajachel in Guatemala zum Thema Wasser zu forschen.

Erste Erfahrungen damit haben sie bereits während der vergangenen zwei Jahre im Darwineum gesammelt. Unter Anleitung von Zoo-Umweltpädagogin Brunhilde Konradt erforschen und beobachten sie dort die Tiere und ihre Lebenswelt. „Beispielsweise untersuchten sie das Riff im Darwineum, als es nach und nach bevölkert wurde. Dabei stellten die Schüler fest, dass alle Einsiedlerkrebse weg waren. Daraufhin installierten sie eine Kamera und entdeckten, dass die Tiere nachtaktiv wurden“, sagt Konradt. Das Wissen, das in den Projekten zusammengetragen wird, soll nun an andere Schüler weitergegeben werden, in Form eines Online-Lexikons.

Forciert wird das Vorhaben von sechs Schülern des Erasmus-Gymnasiums, die sich zu der Projektgruppe „Darwinet“ zusammengeschlossen haben. Sie suchen nun nach Netzwerkpartnern. „Es ist ein Wiki von Schülern für Schüler“, sagt Sarah Hirsch. Zu Beginn haben sie und ihre Mitstreiter ein Thema gesucht, dass alle anspricht. Ihre Wahl fiel auf „Virtuelles Wasser“. „Das Online-Lexikon beschreibt den Verbrauch, um ein bestimmtes Produkt herzustellen“, erklären die Schüler. Für die Herstellung einer Jeans beispielsweise würden 11 000 Liter Wasser verbraucht. In Zusammenarbeit mit dem Zoo und Journalist Burghard Seidel hat die Projektgruppe einen Radiobeitrag aufgenommen. Er soll die Grundlage des Austausches bilden. Seidel hat für die Schüler bereits erste Kontakte nach Guatemala geknüpft und reiste mit einem Kaffeesack dorthin. Auf ihm unterschrieben verschiedene Bürgermeister aus dem zentralamerikanischen Land.

Dank des Projekts „Darwinet“ und des Journalisten Seidel hat das Erasmus-Gymnasium in der „Escuela Oficial de Paarvulos Jornada Matutina Panajachel“ eine Partnerschule gefunden. Den ersten Kontakt zwischen den Schülern gab es bereits durch E-Mails und Videogrüße. Der Botschafter aus Guatemala freut sich ebenfalls über das neue Band der Freundschaft.

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