Hilfstransport : Rostocker schicken weitere Lkw nach Kobanê

In Suruç nimmt die Delegation aus MV die Lkw in Empfang.
In Suruç nimmt die Delegation aus MV die Lkw in Empfang.

Tonnenweise Kleidung und medizinische Ausrüstung erreichen das syrische Krisengebiet

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23. März 2015, 04:00 Uhr

In der kurdisch-syrischen Stadt Kobanê herrscht auch nach ihrer Rückeroberung vom Islamischen Staat weiter der Ausnahmezustand. Um den Not leidenden Menschen zu helfen, hat die Initiative MV für Kobanê zwei Lkw mit Hilfsgütern in das türkisch-syrische Grenzgebiet geschickt. In den vergangenen Tagen erreichten die Kleiderspenden und das medizinische Equipment Suruç, wo Tausende Flüchtlinge in Zeltlagern auf Hilfe angewiesen sind.

Die Initiative aus MV mit Sitz in Rostock hatte sich im November vergangenen Jahres gegründet. Bereits im Dezember konnte sie einen ersten Lkw mit Winterkleidung beladen und erfolgreich nach Suruç schicken. Dank der großen Anteilnahme und Spendenbereitschaft in Mecklenburg-Vorpommern gelang es nun, die beiden zusätzlichen Lkw auszurüsten. Sie brachten unter anderem 32 Krankenhausbetten, ein Ultraschallgerät, Operationsbestecke und zahlreiche Medikamente in das Krisengebiet. Sie wurden in einem Zwischenlager fünf Kilometer vor Kobanê entladen und werden in den nächsten Tagen über die Grenze in die zerstörte Stadt gebracht, die sich derzeit im Wiederaufbau befindet.

Mithilfe von Geldspenden konnten außerdem dringend benötigte Lebensmittel für die Flüchtlinge in den Zeltlagern rund um Suruç vor Ort erworben werden. In zahlreichen Gesprächen der Delegation aus MV mit Lokalpolitikern wurde die Notwendigkeit der direkten Hilfe betont und die erfolgreiche Zusammenarbeit begrüßt. In naher Zukunft plant die Initiative, einen weiteren Transport mit nun ausschließlich medizinischen Hilfsgütern nach Kobanê zu schicken. Sie werden dringend für die Versorgung der Patienten vor Ort benötigt.

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