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leihgabe : Rostocker Relief aus dem Mittelalter auf Reisen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wertvolles Objekt aus dem Kulturhistorischen Museum trifft in Paderborn ein

Eines der wertvollen Objekte aus der Sammlung des Kulturhistorischen Museums ist auf Reisen gegangen. Die Gnadenstuhl-Darstellung aus dem frühen 15. Jahrhundert, die aus dem ehemaligen Rostocker Heilig-Geist-Hospital stammt, wird als Leihgabe in einer internationalen Ausstellung in Paderborn (Nordrhein-Westfalen) zu sehen sein. Ende vergangener Woche traf das empfindliche mittelalterliche Relief mit einem Sonderkunsttransport im dortigen Diözesanmuseum ein. Das Schnitzbild wurde unter der Aufsicht der Restauratorin des Kulturhistorischen Museums in die Ausstellung integriert.

Das Rostocker Relief war Teil eines Altars. Es zeigt den Gottvater mit dem toten, durch Wundmale gezeichneten Christus. Die Taube über ihren Köpfen – als Symbol des Heiligen Geistes – fehlt heute.

Erstmals erwähnt wurde das Rostocker Heilig-Geist-Hospital 1260. Im Jahr 1274 wurde es nach einem Brand an die Grenze von Mittel- und Neustadt verlegt, zwischen die Faule Grube und Eselföterstraße. Die Anlage bestand aus der Kirche und Gebäuden um zwei Binnenhöfe. Die 1819 abgerissene fünfschiffige Hallenkirche mit fünf parallelen Satteldächern besaß insgesamt acht Altäre. Das Relief mit der Gnadenstuhl-Darstellung gehört zu den wenigen erhaltenen Resten der Kirchenausstattung.

Die Ausstellung „Caritas“ in Paderborn widmet sich vom 23. Juli bis 13. Dezember dem Thema Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart. Die Ausstellung richtet erstmals den Blick auf die Geschichte der tätigen Nächstenliebe und zeigt, wie sie auf jeweils eigene Weise in Kunst und Kultur der verschiedenen Epochen dargestellt wird.

Für die Ausstellung kamen neben der Rostocker Leihgabe weitere hochkarätige Exponate aus bedeutenden Museen und Sammlungen aus ganz Europa und den USA nach Paderborn.

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