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Double Ultra Triathlon : Rostocker nach 25:39:33 Stunden im Ziel

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Thomas Stolz vom TC FIKO bewältigt Double Ultra Triathlon über 7,6 Kilometer Schwimmen, 360 km Radfahren und 84,4 km Laufen

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erstellt am 20.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Ein Ironman ist mit seinen 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 km Radfahren und dem abschließenden Marathon über die 42,195 km „pillepalle“ – wenn dagegen die Formate der IUTA, der International Ultra Triathlon Association, betrachtet werden. Thomas Stolz vom TC FIKO Rostock hat sich kürzlich in Emsdetten dem zum Weltcup der IUTA gehörenden Double Ultra Triathlon über 7,6/360/84,4 Kilometer gestellt.

Thomas Stolz im Ziel nach  7,6 Kilometern Schwimmen, 360 km Radfahren und 84,4 km Laufen.
Thomas Stolz im Ziel nach 7,6 Kilometern Schwimmen, 360 km Radfahren und 84,4 km Laufen. Foto: privat

Insgesamt 16 Langdistanzen hatte der 43-jährige Polizei-Angestellte vorher absolviert, war auch schon beim berühmten Norseman in Norwegen am Start. „Man muss sich immer neuen Herausforderungen stellen, ein Ziel vor den Augen haben. Der Karsten Niemann aus unserem Verein hat sogar einen Triple gefinisht. Wenn wir gesund bleiben, planen wir die Meisterung neuer körperlicher Schwierigkeiten“, so Stolz. Der Blick auf die IUTA-Website zeigt: Sogar fünf oder zehn Ironman-Wettkämpfe in Serie beziehungsweise an Folgetagen gibt es…

Thomas Stolz ist in Emsdetten unter 53 von 72 Athleten, die im Ziel ankamen, nach 25:39:33 Stunden Dreizehnter geworden. In seiner Altersklasse war das sogar Position sechs.

Begonnen hatte alles morgens um 7 Uhr im Freibad. Zu acht auf einer Bahn waren die 50 Meter 152-mal zu bewältigen. Mit der zweitbesten Zeit von 1:50:11 h stieg der Rostocker nur 2:41 Minuten hinter dem Weltrekord schwimmenden, weit jüngeren Polen Robert Karas aus dem
Becken. Stolz’ Qualitäten im Wasser kommen nicht von ungefähr. Thomas, der erst 2003 in Papendorf seinen ersten Triathlon machte, war vormals Schwimmer: „Zuletzt war ich unter Coach Christian Bartsch mit Peggy Büchse, Britta Kamrau und André Wilde in einer auf Freiwasser spezialisierten Gruppe.“ Kein Wunder also die Top-Ausgangsposition.

Danach schlug auf der Radstrecke, einem 76-mal zu umrundenden Kurs von knapp über 4,7 Kilometer Länge, die Stunde von Ehefrau Anke als Supporter. „Alle 20 Minuten Nahrungsaufnahme in Form von Riegeln und kleinen, von ihr gedrehten Energiekügelchen, Trinken. Ein Hungerast sollte vermieden werden. Auf der Strecke konnte man schon einen Drehwurm bekommen. Anke hat das sehr gut gemacht“, so Stolz.

Die Mutter zweier Söhne, von denen der 14-Jährige beim HC Empor Handball spielt, hat kein Problem damit, dass ihr Mann ständig nach neuen Herausforderungen sucht: „Ich wusste, als ich ihm das Ja-Wort gab, dass ich einen Sportler heirate.“

Mittlerweile läuft Anke selbst, wird beim Rügenbrücken-Marathon im Oktober ihren ersten Halbmarathon absolvieren. Von einem solchen hatte Thomas nach 12:44:26 Stunden auf dem Rad kurz vor Einbruch der Dunkelheit noch vier am Stück vor der Brust. Das hieß die Nacht durchrennen: 60 Runden à knapp über vier Kilometer, wobei der Veranstalter hier einen zusätzlichen Verpflegungsstand mit Extras wie Kuchen, Schokolade aufgebaut hatte.

Nach 11:04:56 Stunden waren die Marathonläufe geschafft. Thomas Stolz überquerte, die Nationalflagge schwenkend, mit seiner Anke, die die letzte Runde mitlaufen durfte, den Zielstrich.

Der FIKO-Mann wird nicht Pause machen: „Am 6. August bestreite ich zum achten oder neunten Mal beim OstseeMan in Glücksburg die Langdistanz (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren, 42,195 km Laufen – d. Red.). Dann aber in Familie. Hinterher machen wir dort oben noch eine Woche Urlaub. Das als Dank an die unter meinem Triathlon-Faible ,leidenden‘ Lieben.“

 

 

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