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Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 18:57 Uhr

Tourismus : Rostocker Konzept überzeugt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Freiwillige Abgabe statt Bettensteuer: Wolfsburger lernen Modell kennen

von
erstellt am 14.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Die Rostocker Gesellschaft für Tourismus und Marketing setzt seit fünf Jahren auf die Marketingumlage als freiwilliges Finanzierungsmodell innerhalb der Tourismusbranche. Somit umgeht die Hansestadt eine Bettensteuer für Hotelgäste.

Der Tourismusdirektor der Hansestadt, Matthias From, erklärt: „Die Idee ging auf. Mittlerweile sind 363 Partnerunternehmen dabei – Tendenz steigend.“ Neben Hotels würden sich Pensionen, Ferienwohnungen, Agenturen oder Busunternehmen beteiligen. Der Erfolg des Projektes machte jetzt Wolfsburger Touristiker auf das Modell aufmerksam: „Uns interessiert die freiwillige Basis der Rostocker Marketingumlage als Ansatz für eine öffentlich/private Kofinanzierung im Tourismus“, so Joachim Schingale, Geschäftsführer der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing GmbH. Gemeinsam mit Holger Stoye, ebenfalls Mitglied der Geschäftsführung, und weiteren Vertretern war er nach Rostock gekommen, um sich über das Konzept auszutauschen. Die Gespräche drehten sich um die Erfahrungen seit der Gründungsphase der Marketingumlage. „Die enge Verzahnung von städtischen Akteuren und der privaten Tourismuswirtschaft hat neue Impulse gesetzt und das Tourismusmarketing professionalisiert“, sagte Fromm.

Inzwischen werde mit der freiwilligen Marketingumlage rund 500 000 Euro zusätzliches Budget generiert, welches zweckgebunden in das touristische Marketing der Hansestadt fließt. „Der Erfolg gibt uns recht“, so Frank Martens, Vorstandsvorsitzender des Tourismusvereins Rostock und Warnemünde. Denn: Die Übernachtungszahlen der Hansestadt seien seit 2010 um 24 Prozent auf 1,9 Millionen gestiegen. „Diese Entwicklung beruht auf der guten Zusammenarbeit zwischen Kommune und Privatwirtschaft“, so Fromm.

Die gezielte Einbindung aller Partner ist auch Grundlage für alle strategischen Entwicklungen im Tourismus der Hansestadt – wie der Erarbeitung der Tourismuskonzeption 2022.

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