zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 13:13 Uhr

Waldbereisung : Rostocker Heide leidet unter Stürmen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Forstbericht 2015 vorgestellt: Orkane hinterlassen Schneise der Verwüstung

Sich selbst einen Eindruck vom Zustand des städtischen Waldes machen, konnten Vertreter der Bürgerschaft, Verwaltung sowie von Verbänden gestern bei der traditionellen Waldbereisung. Zusammen mit seinen Kollegen führte Stadtforstamtsleiter Jörg Harmuth die rund 50 Teilnehmer durch die Rostocker Heide und stellte den Forstbericht 2015 vor. Bei dem etwa dreistündigen Rundgang berichteten sie von ihren Aufgaben und den Herausforderungen, denen sich die Revierförster zu stellen hatten. Im Mittelpunkt standen dabei die Auswirkungen der Orkane Felix und Elon im Januar 2015.

Besonders betroffen war das Revier Torfbrücke. Auf einer Fläche von rund sechs Hektar richteten die Stürme erhebliche Schäden an. „Die Schneise der entwurzelten und abgebrochenen Bäume war etwa 350 Meter breit und vier bis fünf Kilometer lang“, erklärt der zuständige Revierförster Stefan Schlüter. „Der Wind hat eingeschlagen wie ein Stein, den man über das Wasser titscht.“ 60 Jahre alte Kiefern und Fichten fielen dem Wind zum Opfer. „Eigentlich hätten sie noch 60 weitere Jahre stehen können“, so Schlüter. Inzwischen haben der Revierförster und seine Kollegen das Areal, in dem der Sturm den größten Schaden angerichtet hat, fast komplett bereinigt und sind mit dem Aufforsten beschäftigt.

Die Förster kümmern sich aber nicht nur um die Flora der Rostocker Heide, sondern auch um deren touristische Infrastruktur. So wurde Ende 2014 ein Weg nach Rosenort neu gemacht und verfestigt. „Im vergangenen Jahr nutzten 48 000 Radfahrer diesen Weg“, weiß Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne).

Bei der Waldbereisung stellte Jörg Harmuth auch neue Techniken vor, die bei der Bewirtschaftung des Waldes erstmals zum Einsatz kamen. „Anfang des Jahres haben wir auf einem schwer befahrbaren Areal einen Seilkran eingesetzt, wie er sonst nur im Gebirge verwendet wird“, sagt Angelika Stoll vom Stadtforstamt. „Dadurch waren wir in der Lage, Bäume zu rücken, an die wir sonst nicht rangekommen wären.“ Zum Abschluss der Begehung überreichten Harmuth und Matthäus den Forstbericht an den Ausschussvorsitzenden für Stadtentwicklung, Andreas Engelmann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen