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Förderpreis für Integration : Rostocker Grundschule wurde ausgezeichnet

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

In der Schule übernehmen Kinder und das Lehrpersonal Verantwortung für das Klima an ihrer Schule, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden

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erstellt am 04.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Die Grundschule Schmarl in Rostock ist mit dem Deichmann-Förderpreis für Integration ausgezeichnet worden. Dort lernen knapp 300 Kinder aus 20 Nationen, von den 16 Klassen sind sechs sogenannte Diagnose-Förderklassen. „In der Schule übernehmen Kinder und das Lehrpersonal Verantwortung für das Klima an ihrer Schule, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) gestern und bezeichnete das Engagement von Schülern und Lehrern sowie die Förderung als vorbildlich. „Die Schule ist für viele Kinder der erste Ort, an dem die Vorteile einer Gemeinschaft erlernt werden.“

Nach Angaben der Schule hat rund ein Viertel der Schüler einen Migrationshintergrund. Wie Schulleiterin Martina Kelsch sagte, bekommen Kinder mit Migrationshintergrund wöchentlich zehn sogenannte DAZ-Stunden (Deutsch als Zweitsprache) und werden je nach Fortschritten in die regulären Klassen integriert. Die ausländischen Erstklässler lernten mit den deutschen Kindern. Sie seien sehr erpicht darauf, Deutsch zu lernen, weil das das verbindende Glied unter allen Nationalitäten in der Schule sei.

Zusätzlich werde von vornherein darauf geachtet, dass an der Schule die Regeln eingehalten würden, damit kein Rassismus aufkomme, so Kelsch. Dazu gebe es diverse Projektarbeiten. Sollten doch einmal rassistische Äußerungen fallen, würde das sofort mit den Kindern und Eltern besprochen. „Da sind wir rigoros.“ Auch Streitschlichter und eine Schulsozialarbeiterin trügen dazu bei, dass auf rassistische Äußerungen oder Beleidigungen Entschuldigungen folgten.

Der Deichmann-Förderpreis wird seit 2005 vergeben. Er soll Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Schulen oder private Initiativen anregen, für junge Menschen mit Lernschwäche oder Behinderung, schlechter Schulausbildung oder Migrationshintergrund innovative Lösungen zu entwickeln.

 

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