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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 23:31 Uhr

Mobilitätsplan : Rostocker entscheiden ihre Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürger diskutieren Ausrichtung der Infrastruktur in den nächsten 10 bis 15 Jahren.

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 10:30 Uhr

Zwei Extremszenarien, zwei Zukunftsvisionen für Rostock haben die Bürger zur Auswahl. Wollen sie einen Schwerpunkt auf Infrastruktur, auf Neubau – wie eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Warnow, die Umgehungsstraße Nienhagen sowie einen Ausbau des Vögenteichplatzes? Oder ist ihnen ein Fokus auf ein ausgeklügeltes Management der vorhanden Infrastruktur lieber – die Abschaffung der Maut und der Ausbau der Radschnellwege?

In die Debatte konnten Rostocker gestern beim zweiten Bürgerforum zum Mobilitätsplan Zukunft einsteigen. Zur Debatte wurden des weitern erste Ziele zu Umweltverträglichkeit oder zur Anbindung in der Stadt, aber auch zur internationalen Anbindung gestellt. „Wir sind keine Verwaltungsdiktatur“, erklärte Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) die Beteiligung, zu der die Stadt auch bis zum 30. September online aufruft. Und die rund 100 Rostocker, die gestern ins Rathaus kamen, brachten sich ein. Vermisst wurde die Ernst-Barlach-Straße als Schwerpunkt, denn das würde sie bald werden, prognostizierte ein Anwohner. Uni-Rektor Wolfgang Schareck tendiert zum zweiten Szenario – vor allem zu einem Geh- und Radweg, der Südstadt- und Ulmen-Campus besser verbindet.

Im Endeffekt wird es keines der beiden Szenarien. „Es sind Extreme“, sagt Verkehrsplanerin Heike Schröder. Die Verwaltung will so Tendenzen erkennen und Schwerpunkte setzen, die wirklich dem entsprechen, was sich die Rostocker wünschen. Nach einem weiteren Forum soll im Herbst die Bürgerschaft entscheiden, welche Maßnahmen in den nächsten 10 bis 15 Jahren Realität werden sollen. „Wir haben seit 1990 1,2 Milliarden Euro in den Verkehr investiert“, sagt Matthäus – von EU, Bund, Land und Stadt. „So eine Summe kriegen wir nie wieder.“ Jetzt gelte es, gut und klug zu planen.

Internet: www.rostock-bewegen.de

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