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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. Oktober 2017 | 07:19 Uhr

Olympia : Rostocker entscheiden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mit einer neuen Ausstellung im Rathaus will die Stadt ihre Einwohner von einer Bewerbung für die Sportwettkämpfe überzeugen.

von
erstellt am 03.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Ist Rostock für Olympia gewappnet? Dieser Frage sind Experten aus den Bereichen Stadtplanung, Bau und Sport in einer Machbarkeitsstudie nachgegangen. Ihr Ergebnis ist eindeutig: Die Hansestadt, konkret das Ostseebad Warnemünde, kann den Sportwettkampf strukturell stemmen. Die einzelnen Schritte der Studie wurden in einer Ausstellung zusammengefasst, die gestern in der Rathaushalle eröffnet wurde.

„Wir wollen die Rostocker so weiter in das Thema einbeziehen“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Denn die müssen im Fall einer Zusage des Deutschen Olympischen Sportbundes darüber abstimmen, ob die Hansestadt sich tatsächlich an der Seite von Berlin oder Hamburg für die Spiele bewerben soll. „Es wird eine breite Bürgerbewegung nötig sein“, sagt Reinhard Wolfgramm, Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS). Die Ausstellung sei ein erster Schritt, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren.

Klaus Költzsch nahm dieses Angebot schon gestern wahr. Der 54-Jährige sagt: „Die Rostocker müssen die Bewerbung selbst wollen und sollten bei ihren Überlegungen nicht nur die Kosten beachten.“ Die Diskussion könne seiner Meinung nach auch die Entwicklung der Mittelmole vorantreiben. Denn diese ist in der Machbarkeitsstudie der Dreh- und Angelpunkt. Die Ausstellung im Rathaus schlüsselt auf, wo Umbaumaßnahmen nötig wären und welche Voraussetzungen auch in anderen Teilen des Ostseebades erfüllt werden müssten. So sind unter anderem die bauliche Umsetzung des olympischen Dorfes sowie die Verkehrssituation in die Überlegungen einbezogen worden. Ein wichtiger Bestandteil der Studie ist zudem die Planung für den olympiagerechten Ausbau des Segelhafens. Die Kosten für diese Maßnahme schätzen die verantwortlichen Planer auf etwa 23,5 Millionen Euro.

Bei der Planung geht es aber nicht ausschließlich um Olympia. Die Nachnutzung des Areals steht genau so weit oben auf der Prioritätenliste. „Die Olympischen Spiele sind erst der Anfang“, sagt Wolfgramm. Auch Weltmeisterschaften und andere große Wettkämpfe würden anvisiert. In welcher Form die Bürger am Ende befragt würden, steht noch nicht fest, so Stadtsprecher Ulrich Kunze. Möglich seien ein Bürgerentscheid oder eine schriftlichen Befragung.

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