zur Navigation springen

Kundgebung : Rostock zeigt sich bunt beim CSD

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zahlreiche Menschen demonstrieren gemeinsam für mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber Homosexuellen und Transgender #wirkoennenrichtig

Musik schallt aus den Lautsprechern, Besucher haben sich in Regenbogenflaggen gehüllt, die Stimmung auf dem Neuen Markt ist entspannt und voll freudiger Erwartung. Kein Wunder: Am Sonnabend fanden sich hunderte Menschen ein, um den Christopher Street Day (CSD) in der Hansestadt mit einer bunten Parade zu feiern. Der CSD ist eine Demonstration, die sich für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuellen Menschen einsetzt. Unter dem Motto „Demonstriere laut – Wähle klug“ gingen die Besucher auf die Straße, um für mehr Akzeptanz und Toleranz in Bezug auf gleichgeschlechtliche Liebe zu werben.

„Darum soll es an diesem Tag gehen. Mecklenburg-Vorpommern ist ein weltoffenes Land und deswegen kämpfen wir gemeinsam für Respekt, Akzeptanz und Menschlichkeit“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bei der Kundgebung. Sie eröffnete offiziell die Veranstaltung und machte noch einmal auf die zukünftigen Ziele, aber auch die bereits erreichten Erfolge aufmerksam. „Mit dem Beschluss der Ehe für alle haben wir einen Schritt in die richtige Richtung getan“, betont Schwesig. „Trotzdem gibt es aber noch genug Baustellen, an denen wir weiter arbeiten müssen“, ist sich Schwesig sicher. „Ängste wie Homo- und Transphobie bestehen nach wie vor und nur gemeinsam können wir für mehr Verständnis in der Bevölkerung sorgen.“

Das sieht Tatjana Taft ganz genau so. Sie ist bereits zum fünften Mal beim CSD in Rostock dabei und erkennt Probleme an einer anderen Stelle. „Ich denke, gerade in ländlicheren Regionen ist noch viel Aufklärungsarbeit notwendig. Dort müssen Akzeptanz und Toleranz einfach noch stärker vermittelt werden.“

Diesen Gedanken teilen auch Clemens Foerster und Marcel Meyer. „Wir engagieren uns bei der Demonstration, um die Gleichberechtigung zu verstärken. Wir sind auch ganz normale Menschen und das sollen die Leute endlich verstehen. Das engstirnige Schubladen-Denken muss aufhören“, sagt Clemens. „Keiner braucht Angst vor uns zu haben, wer etwas nicht versteht, kann gerne nachfragen. Für uns ist das kein Problem“, sagt Marcel, während er seinen Freund fest im Arm hält. Gegen 17 Uhr kam es dann zur Abschlusskundgebung und dem Ende der friedlichen und bunten Demonstration. Neben Redebeiträgen der anwesenden Parteien sorgte Schlagersängerin Kristina Bach mit ihrer Musik für gute Laune auf der Veranstaltung.


zur Startseite

von
erstellt am 16.Jul.2017 | 20:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen