zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 09:05 Uhr

Rostock wird immer sicherer

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2013 | 06:52 Uhr

Rostock | Trotz spektakulärer Fälle wie die Entführung von Rebecca oder der als Kinderschänder aufgeflogene Ex-Radio moderator Marcus Japke: Die Hansestädter leben immer sicherer. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervor, die Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock, gestern für die Stadt vorstellte. "Die Straftaten haben sich seit 2003 kontinuierlich reduziert, von knapp 29 000 auf rund 20 500 im vergangenen Jahr", sagt er. Dieser Trend halte weiter an: "Im ersten Quartal hatten wir 800 Fälle weniger im Vergleich zu 2012", so Ebert. Und das trotz der ständig steigenden Einwohnerzahl.

Die Aufklärungsquote blieb über die Jahre relativ konstant und liegt derzeit bei rund 57 Prozent. Besonders hoch ist sie im Bereich Rauschgift, da die Konsumenten oder Besitzer häufig bei anderen Kontrollen, etwa im Straßenverkehr, auffliegen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei knapp 500 Fälle. "Die Zahlen werden steigen", sagt Ebert. Denn die eigenen Mitarbeiter seien verstärkt geschult worden, verdächtige Signale wahrzunehmen. Am häufigsten sei der Konsum von Cannabis, aber auch sonst seien alle nur denkbaren Drogen in Rostock erhältlich: Pilze, Tabletten, Kokain. "Heroin und Crystal Meth sind wenig ausgeprägt, da sind wir auch sehr froh drüber", sagt Peter Mainka, Leiter der für schwere Kriminalität zuständigen Kriminalpolizeiinspektion Rostock. Denn speziell Crystal Meth sei eine sehr gefährliche, aggressive Droge, die einen schnellen Verfall des Menschen verursache.

Die mit Abstand größte Fallzahl weist mit 7300 nach wie vor der Bereich Diebstahl auf, auch wenn sie im Vergleich zu 2011 um 350 gesunken ist. Insbesondere Fälle, in denen die Diebe noch ein Hindernis wie ein Fahrradschloss überwinden mussten, sind zurückgegangen, wohingegen der einfache Diebstahl, beispielsweise im Laden, zugenommen hat. "Dies ist ein Indiz dafür, dass es sich lohnt, sein Eigentum zu schützen", sagt Ebert. Manchmal helfe es aber auch schon, wenn keine Bande in der Stadt unterwegs sei. Das zeige sich beispielsweise bei den nur noch 270 geklauten Autos im Vergleich zu 360 im vergangenen Jahr. Deutlich abgenommen hat auch der Diebstahl aus oder an Autos, von 1700 Fällen in 2011 auf 1200 in 2012.

Im Bereich Gewalt und Sexualverbrechen spielen die sozialen Beziehungen meist eine entscheidende Rolle. So stehen beispielsweise den fast 1500 Körperverletzungen in geschlossenen Räumen nur rund 260 gefährliche und schwere Körperverletzungen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen gegenüber. "Da gibt es meist eine Vorgeschichte in der Wohnung oder der Kneipe", sagt Achim Segebarth, dessen Kriminalkommissariat die leichten und mittelschweren Fälle bearbeitet. Insgesamt sei die Straßenkriminalität deutlich zurückgegangen, von 2011 mehr als 5800 auf weniger als 5200 Straftaten. "Das spielt für das subjektive Empfinden der Menschen ein wichtige Rolle", sagt Segebarth.

Positive Zahlen legte gestern auch das Polizeipräsidium Rostock im Bereich Verkehr vor. Demnach sank die Zahl der Toten in Mecklenburg mit 46 auf einen historischen Tiefstand. Bei den insgesamt 28 870 Verkehrsunfällen wurden 3550 Menschen schwer oder leicht verletzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen