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18. Dezember 2017 | 15:56 Uhr

Rostock wird immer lebenswerter

vom

svz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 09:03 Uhr

Stadtmitte | Groß Klein, Schmarl, Dierkow und Toitenwinkel sind lebenswert - das ist auch dem Fördermittelprogramm "Die soziale Stadt" zu verdanken. In den vergangenen 20 Jahren wurden rund 62 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur und Soziokultur in den vier Stadtteile investiert. Das Geld stammt aus Fördermitteln von Bund, Land sowie aus dem Haushalt der Hansestadt Rostock. Das Städtebauprogramm "Die soziale Stadt" wurde 1999 mit dem Ziel ins Leben gerufen, eine Ghettorisierung bestimmter Stadtteile zu verhindern. In das Konzept fallen Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - so wie in Rostocks Nordosten und Nordwesten. Vor allem in den vergangenen Jahren haben städtebauliche Maßnahmen für eine Verbesserung des Wohnens und Wohnumfeldes gesorgt. In Kooperation mit ansässigen Wohnungsunternehmen wurden Wohnhäuser saniert und modernisiert. Auch die Stadtteil- und Begegnungszentren (SBZ) haben von dem Zuschuss profitiert, ebenso wie einige Spielplätze. Darüber hinaus wurden Straßen-, Geh- und Radwege erneuert, öffentliche Parkplätze geschaffen und Sporthallen ausgebaut. 2014 soll auch das SBZ in Dierkow fertiggestellt und mit dem Bau des SBZ in Toitenwinkel begonnen werden. Die zahlreichen Verbesserungen spiegeln sich auch in der Wohnraumsituation wider. "Die Wohnattraktivität ist gestiegen. Momentan liegen die Wohnleerstände in den vier Stadtteilen zwischen 4,8 und 8,2 Prozent. 2005 waren es im Durchschnitt noch 20 Prozent", sagt Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne). Das freut auch die Quartiermanager. Jörg Overschmidt ist verantwortlich für Schmarl. "In den letzten Jahren ist das Umzugsgeschehen in der Stadt zur Ruhe gekommen. Wir profitieren davon. Seit 2005 ist die Einwohnerzahl um zehn Prozent gestiegen. In Schmarl bekommt man guten Wohnraum für verhältnismäßig wenig Geld."

Dass Dierkow, Toitenwinkel, Groß Klein und Schmarl ein wichtiger Bestandteil Rostocks sind, darauf machen die Stadtteilbüros ab morgen wieder intensiv aufmerksam. Dann starten die Programmtage "Ein schönes Stück Rostock". Rund zwei Wochen lang sollen die Anwohner der Stadtteile durch verschiedene Veranstaltungen zusammengebracht werden. Ein Mitsingkonzert, ein großes Sportfest und eine Gemeinschaftsausstellung sind Teil der Programmtage.

Damit die positive Entwicklung in den Stadtteilen weiter voranschreiten kann, werden auch in den nächsten Jahren Städtebaumaßnahmen durchgeführt. Unter anderem stehen die Sanierung und Modernisierung der Schule und Sporthalle in der Dierkower Walter-Butzek-Straße sowie der Neubau einer Schulsportanlage in Schmarl an. In Groß Klein endet das Förderprogramm "Die soziale Stadt" in diesem Jahr. Zukünftig wird die Hansestadt Rostock die Fortsetzung des Stadtteilmanagements finanziell unterstützen.

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