zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 01:11 Uhr

Wirtschaft : Rostock will Investoren anlocken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Auftritt auf Expo Real soll Unternehmen an die Küste holen. Arbeitsplätze und Wohnraum entstehen. Neuer Flächennutzungsplan nötig.

Dass Rostock ein erstklassiger Standort zum Wohnen und Arbeiten ist, haben Unternehmen wie Centogene, Aida und die Werften längst begriffen. Damit sich auch weitere Gewerbetreibende in der Hansestadt ansiedeln, wollen Vertreter von Rostock Business den Standort vom 4. bis 6. Oktober auf der Münchener Immobilienmesse Expo Real 2016 schmackhaft machen. „Wir werden Rostock mit zwölf starken Partnern als attraktiven Standort bewerben und Unternehmer überzeugen, hier zu investieren“, sagt Christian Weiß, Geschäftsführer Rostock Business.

Zum Verkauf stehen ein Grundstück neben der Neptun-Werft in Groß Klein, eine Gewerbefläche in Brinckmansdorf und gut 40 Hektar im Güterverkehrszentrum. Zudem werden einige Grundstücke und Immobilien im Landkreis – wie ein Areal am Flughafen Rostock-Laage – angeboten, insgesamt 19 Objekte.

Beim 13. Auftritt auf der Messe mit gut 40 000 Besuchern aus 70 Ländern werden Vertreter der Stadt, der Hafen-Entwicklungsgesellschaft (Hero) sowie von Bau- und Wohnungsgesellschaften Rostock als Hafen- und Universitätsstadt attraktiv darstellen, sagt Weiß. „Wir wollen Rostock als Kreuzfahrtstandort weiterentwickeln, aber auch Randgebiete im Nordosten und Nordwesten stärken“, sagt Finanzsenator Chris Müller (SPD). Dabei sei wegen des Platzmangels in der Hansestadt eine engere Vernetzung mit dem Umland unumgänglich. So gehöre das Gewerbegebiet in Bentwisch zu Teilen der Stadt, teils dem Landkreis – man müsse darüber sprechen, wie man Gewinne und Steuereinnahmen verteile, so Müller.

Mit der steigenden Anzahl der Unternehmen in Rostock wird auch die Bevölkerung wachsen. Aktuelle Prognosen sagen bis 2035 eine Einwohnerzahl von 231 000 voraus. Damit einher geht der Bedarf an neuem Wohnraum. „Wir verzeichnen historisch hohe Geburtenzahlen und Eheschließungen und gleichzeitig einen dramatisch niedrigen Wohnungsleerstand“, sagt Senator Müller. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) hatte deshalb bereits zur Zielsetzung gemacht, jährlich 1500 neue Wohnungen zu bauen.

Für ihre Expansionsziele muss die Hansestadt deshalb jetzt ihren jüngsten Flächennutzungsplan von 2006 über fünf Jahre überarbeiten. Der gibt an, wo sich Wohn-, Gewerbe- und Sonderbauflächen im Stadtgebiet befinden – was also wo gebaut werden darf. „Vielleicht wird es künftig einige Bereiche geben, in denen Wohnen am Wasser wieder möglich wird – das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Gewerbe“, sagt Patrick Schmidt, Abteilungsleiter im Amt für Stadtentwicklung und Wirtschaft.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen