Ehrung : Rostock verneigt sich vor seinen Botschaftern

Auch nach goldenen Schallplatten war Marten Laciny mehr als stolz auf seinen Bronze-Greif und seine Position im Ehrenbuch. Zur Auszeichnung im Rathaus in Rostock begleiteten ihn Freunde, seine Verlobte und Familie. Fotos: geos
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Auch nach goldenen Schallplatten war Marten Laciny mehr als stolz auf seinen Bronze-Greif und seine Position im Ehrenbuch. Zur Auszeichnung im Rathaus in Rostock begleiteten ihn Freunde, seine Verlobte und Familie. Fotos: geos

Star-Rapper Marteria und Spielmann-Opa Michael Tryanowski tragen sich ins Buch der Hansestadt ein

svz.de von
13. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Neben Bundespräsident Joachim Gauck und Schriftsteller Walter Kempowski sind sie in erlesener Gesellschaft: Marten Laciny, besser bekannt als Rapper Marteria, und Michael Tryanowski, alias Spielmann-Opa, durften sich gestern ins Ehrenbuch der Stadt eintragen. Warum? Das konnte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) klar beantworten: „Rostock ehrt damit ihre Dienste als musikalische Botschafter der Stadt.“

Wenn Michael Tryanowski mitten in der Kröpi oder am Warnemünder Strom „Wo die Ostseewellen trecken“ auf dem Akkordeon anstimmt, wissen die Rostocker, sie sind zu Hause. „Mit Kapitänsmütze und Akkordeon gehört er zu Rostock wie das Rathaus und das Kröpeliner Tor“, sagte Methling.

Der Spielmann-Opa, der gestern 95 Jahre alt wurde, sei einfach ein Original, so Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche (Linke). Marten Laciny hingegen verkörpere das junge Rostock. „Du bist so herrlich dagegen“, singt Materia in seiner Heimathymne „Mein Rostock“. Die Stadt sei auch so wie es ist, „weil wir norddeutschen Sturköpfe so sind, wie wir sind“, sagte Laciny. Durch seine Stärke mache er vielen Mut, sagte Nitzsche. Und er habe nie vergessen, wo er herkommt, ergänzte Methling und lobte, wie er den Ruf der Stadt pflege. Laciny, der auf den großen Bühnen gefeiert wird, war ein wenig perplex: „Das ist noch gar nicht greifbar. Es ist eine unfassbare Ehre. Aber das Krasseste ist, neben Michael Tryanowski im Ehrenbuch zu stehen.“ Mit drei Jahren habe er ihn das erste Mal in Warnemünde erlebt. Ob seiner Einmaligkeit hat der Spielmann-Opa schon Einladungen in die Schweiz oder auch nach Kanada bekommen, um dort aufzutreten. Aber er blieb in Rostock, bewusst: „Das kann die Welt nicht bieten, was Rostock bietet“, sagt er.

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