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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 04:59 Uhr

Ehrung : Rostock vergibt Sozialpreis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadt würdigt Ehrenamtler: Auszeichnungen für Groß Kleiner sowie Blinden- und Sehbehindertenverein

Für ihr herausragendes soziales Engagement hat die Hansestadt gestern 200 Ehrenamtler im Festsaal des Rathauses geehrt. Der mit 3500 Euro dotierte Sozialpreis ging hälftig an Gudrun Buse, Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins MV, und an den Verein Gemeinsam für Groß und Klein, vertreten durch Vorstandsmitglied Helga Ketelhohn.

„Ich war sehr überrascht, freue mich aber wahnsinnig über die Auszeichnung“, sagt Gudrun Buse. Dass die selbst sehbehinderte Buse nie ihre Lebensfreude verloren und anderen Menschen stets Mut zugesprochen und ihnen mit Rat zur Seite gestanden hatte, lobt Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke). „Die Preisträgerinnen stehen stellvertretend für alle ehrenamtlich tätigen Bürger der Hansestadt“, sagt er.

Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wären viele Angebote nicht durchführbar. So wurde der Groß Kleiner Verein, der mit dem Projekt „Lernen, aber satt“ dafür sorgt, dass 70 Grundschüler täglich ein gesundes Frühstück einnehmen können, ebenfalls ausgezeichnet. Mit einer Ehrennadel wurden außerdem die Leistungen derer gewürdigt, die ehrenamtlich für den Brand- und Katastrophenschutz tätig sind sowie einzelne Rostocker Ehrenamtler in den Bereichen Gesellschaft, Politik und Wahlen; Soziales, Gesundheit und Sport sowie Kultur und Bildung. Den Sonderpreis „Die Trinkende“ der Rostocker Sieben ging an den Reservistenverband MV. Die Mittel der Otto und Clara-Gütschow-Stiftung in Höhe von 8300 Euro übergab Senator Bockhahn an die Vereine Wohltat, Trockendock, die Tafel und den Arbeitslosenverband. Seit 2002 werden die Zinserträge der Stiftung für gemeinnützige Zwecke verwendet.

Ein besonderer Dank des Oberbürgermeisters Roland Methling (parteilos) galt den Flüchtlingshelfern der verschiedenen Rostocker Vereine und Organisationen. „Viele ehrenamtliche Helfer haben in den letzten Wochen eine lebendige Willkommenskultur in unserer Stadt entstehen lassen und die Flüchtlinge herzlich aufgenommen. Eine derartige Hilfswelle ist einmalig in der Hansestadt“, so Methling. Am Ende war das Fazit klar: „Wir tun es gern“, so Helga Ketelhorn.

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