Geflügelpest : Rostock sperrt Ufer

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Rund um den Breitling herrscht ab sofort Stallpflicht

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in Mecklenburg-Vorpommern greift die Hansestadt jetzt zu drastischen Maßnahmen. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) hat einen 500 Meter breiten Uferstreifen um den Rostocker Breitling zum Sperrgebiet erklärt. Dort ansässige Geflügelhalter müssen ihre Tiere in gesicherten Ställen unterbringen. Sollten sie dem städtischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt ihre Vögel noch nicht gemeldet haben, müssen sie dies unverzüglich nachholen. Gefährdet sind Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Mit der Anordnung will das Rathaus verhindern, dass die Tiere mit möglicherweise infizierten Wildvögeln in Kontakt kommen. Diese gelten als wahrscheinlichste Ansteckungsquelle für das gefährliche Virus. Ähnliche Vorschriften wie die in Rostock sind mittlerweile im ganzen Land in Kraft. Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz hatte die Gemeinden dazu angewiesen.

Am Mittwoch hatten Kontrolleure in einem Geflügelstall in Hinrichswalde im Landkreis Vorpommern-Greifswald das Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen. In Europa ist dies der erste Fall – bislang war das Virus nur in Asien bekannt. Auf die Infektion wurden die Kontrolleure aufmerksam, weil es in dem betroffenen Betrieb zu erhöhten Todesraten gekommen war. Die 31 000 Mastputen des Hinrichswalder Unternehmens wurden vorsorglich getötet. Auch 1300 Tiere aus der näheren Umgebung wurden gekeult. Unterdessen läuft unter Hochdruck die Suche nach dem konkreten Auslöser.

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