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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 12:32 Uhr

Strom : Rostock spart bei Versorgung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgermeister schließt mit den Stadtwerken Liefervertrag bis 2021 ab. Einsparungen von rund 420 000 Euro jährlich möglich.

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Licht an – Geld gespart: Die Hansestadt kann sich auch die kommenden vier Jahre über günstigen Strom freuen. Gestern haben Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Ute Römer, Vorstandsmitglied der Rostocker Stadtwerke, die entsprechenden Verträge unterzeichnet.

„Sie gelten für die Kernverwaltung, Eigenbetriebe und städtische Unternehmen ab Januar 2018 mit einer Dauer von vier Jahren sowie einer Verlängerungsoption um zwei Jahre“, erklärt Sigrid Hecht. Die Leiterin des Rostocker Eigenbetriebes für Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) hatte für die Hansestadt die europaweite Ausschreibung übernommen. Neun Unternehmen hätten die Unterlagen abgefordert, ein Angebot sei allerdings nur von den Stadtwerken abgegeben worden. „Aber es ging uns nicht darum, möglichst billigen Strom zu haben“, stellt Hecht klar. Und auch Methling unterstreicht: „Die Stadtwerke sind auch als städtischer Betrieb im ganz normalen Wettbewerb dabei, selbst wenn es um ihren Hauptträger geht. Und sie müssen ihre Leistungsfähigkeit überzeugend rüberbringen.“

Die Lieferleistung umfasst im Jahresverbrauch zirka 35 Gigawattstunden bei durchschnittlich 920 Abnahmestellen. Mit dem neuen Vertrag konnte der Einkaufsstrompreis um etwa 23 Prozent des Vorjahresniveaus reduziert werden. „Vorausgesetzt, der Stromverbrauch bleibt konstant wie 2016, sparen wir dadurch künftig 420 000 Euro brutto pro Jahr“, erklärt KOE-Chefin Hecht. Die Stadtwerke haben bereits seit 2011 die Stromversorgung für die Verwaltung und die Eigenbetriebe inne und setzen die Versorgung nun bis 2021 fort. „Und das mit Ökostrom, der zum Teil hier produziert wird“, wie Ute Römer betont. Die Ausschreibung sei auch deshalb anspruchsvoll gewesen, weil nachhaltige Energieversorgung und die hohe Qualität des Stroms wichtige Kriterien der Hansestadt gewesen wären. „Dadurch, dass wir unsere Gas- und Dampfturbinenanlage in Marienehe für rund 40 Millionen Euro in den vergangenen drei Jahren erneuert haben, gibt uns das die Möglichkeit, Gas und Wärme noch umweltfreundlicher als bisher herzustellen“, erklärt Ute Römer. So könnte die Leistung der Gasturbinen bei voller Einhaltung der Emissionsgrenzwerte um bis zu 50 Prozent reduziert werden, wenn viel Windkraft und Sonnenenergie aufzunehmen wären. „Wir sind dadurch für die Zukunft gut aufgestellt, werden den Weg konsequent weitergehen und haben auch schon nächste Investitionen in der Planung“, so das Stadtwerke-Vorstandsmitglied.

Wemag senkt Strompreise für 90 000 Kunden

Der Schweriner Energieversorger Wemag senkt zum 1. Januar 2018 die Strompreise um etwa 1,5 Prozent. Davon profitieren rund 90 000 Privathaushalte in der Region, die Strom von der Wemag über die Grundversorgung oder im Rahmen einer Sondervereinbarung beziehen, sagte Vertriebsleiter Michael Hillmann. Ein durchschnittlicher Haushaltskunde, der rund 3500 Kilowattstunden pro Jahr verbrauche, könne somit knapp 20 Euro im Jahr sparen.

Möglich sei die Preissenkung aufgrund leicht gesunkener staatlicher Umlagen und deutlich geringerer Netzentgelte. Die Bundesnetzagentur beginne Schieflagen abzubauen, die einseitig zu Lasten der Kunden in Regionen mit viel erneuerbarer Energie gehen. Das Mitte des Jahres in Kraft getretene Netzentgeltmodernisierungsgesetz trage erste Früchte bei der Herstellung von mehr Strompreisgerechtigkeit, sagte Hillmann. Er erwarte von der Politik in den kommenden Jahren weitere Entlastungen.

 

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