Mobilität : Rostock setzt auf E-Autos

Expertentreffen: Andreas Lüdtke von der RSAG, Bau- und Umweltsenator  Holger Matthäus, Steffen Böhme von der Stadtentsorgung, Johannes Wolff von der Tourismuszentrale, Siegfried Rupprecht, Leiter von Rupprecht Consult, sowie  Caterina Kamp von der Hochschule Wismar  haben über die Entwicklung der Elektromobilität in Rostock gesprochen.
Expertentreffen: Andreas Lüdtke von der RSAG, Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus, Steffen Böhme von der Stadtentsorgung, Johannes Wolff von der Tourismuszentrale, Siegfried Rupprecht, Leiter von Rupprecht Consult, sowie Caterina Kamp von der Hochschule Wismar haben über die Entwicklung der Elektromobilität in Rostock gesprochen.

Fachleute diskutieren über die Zukunft von Elektro-Fahrzeugen in Rostock. Ein Aktionsplan soll erarbeitet werden.

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06. Juli 2014, 06:00 Uhr

Bis 2020 sollen auf den Straßen der Hansestadt Rostock 2500 Elektro-Autos unterwegs sein – so wünscht es sich die Bundesregierung. „Der Plan bezieht sich auf eine Million Fahrzeuge in ganz Deutschland. Wenn wir das auf Rostock runterrechnen, kommen wir auf die Zahl 2500“, sagt Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne). Derzeit sind in der Hansestadt 17 Autos zugelassen, die mit einem reinen Elektroantrieb ausgestattet sind. Diese seien im Besitz größerer Unternehmen wie den Stadtwerken oder der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG). Auch die Rostocker Stadtverwaltung hat vier zugelassene Elektro-Fahrzeuge.

Die Verbreitung und Akzeptanz von Elektromobilität sei aber bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Deshalb soll im Auftrag der Bürgerschaft ein Aktionsplan zum Thema Elektromobilität erarbeitet werden. Dazu haben sich gestern 40 Experten aus der Stadtverwaltung, aus Verbänden, Unternehmen und von Forschungseinrichtungen zu einem Mobilitätsforum bei den Stadtwerken getroffen. Ziel des Forums war die gemeinsame Einschätzung der lokalen Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Elektromobilität in Rostock. Künftig soll aus dem Expertenkreis eine Arbeitergruppe gegründet werden.

Doch ohne Unterstützung von Bund und Land sei eine Realisierung einer Elektro-Auto-Republik Deutschland nicht möglich. „Man könnte beispielsweise eine Markteinführungsprämie zahlen. Das würde den erhöhten Preis für E-Fahrzeuge ausgleichen“, schlägt Matthäus vor. In Mecklenburg-Vorpommern sei Rostock die Kommune, die in Sachen Elektromobilität die Nase vorn hat. Vor allem die Akzeptanz für Pedelecs, den elektrisch unterstützten Fahrrädern, sei in den vergangenen Jahren gestiegen. Mittlerweile gäbe es mehrere Hundert Pedelec-Nutzer. „Es ist nicht nur die Technologie, die weiterentwickelt werden muss, sondern auch die Akzeptanz in den Köpfen der Menschen, sich für diese andere Form der Mobilität zu entscheiden“, sagt Andreas Lüdtke von der RSAG. Dazu müssten in der Rostocker Infrastruktur Grundstrukturen geschaffen werden wie die Einrichtung von Ladestationen, -säulen oder -spulen. „Elektromobilität wird in Städten zukünftig den Verkehr umweltverträglicher machen“, erklärt Senator Matthäus. „Elektrische Fahrzeuge sind abgasfrei und leise. Damit sind zwei ganz wesentliche Probleme innerstädtisch lösbar: Luftverschmutzung und Lärm.“

Die Erarbeitung der Elektromobilitätsstrategie wird unter anderem durch Mittel aus dem EU-Projekt „Elmos“ finanziert. In dem Projekt befassen sich acht Partner mit der Elektromobilität als integralem Bestandteil städtischer Verkehrskonzepte.

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