zur Navigation springen

Barrierefreiheit in Rostock : Rostock setzt auf Barrierefreiheit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Menschen mit Behinderung nutzen Europäischen Aktionstag, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen

Es ist nur eine kleine Maßnahme, die aber viel bewirkt: „Mir war nicht bewusst, wie wichtig Menschen mit Behinderung zum Beispiel die Außenansage bei den Straßenbahnen ist“, sagte Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke), als er gestern den 23. Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Rostocker Rathaus eröffnete.

Eben solche Errungenschaften könnten vielen Rostockern den Alltag erleichtern. Darauf kämen Politik und Verwaltung meist aber erst, wenn Betroffene ihre Stimme erheben und Bedürfnisse melden. Dabei ist Rostock laut Bockhahn bereits auf einem guten Weg zur barrierefreien Stadt. Unter anderem, weil bereits alle Straßenbahnhaltestellen barrierefrei ausgestattet sind. Bei den Busstationen sind 70 Prozent entsprechend ausgerüstet – der Rest soll bis 2022 folgen. „Weil wir wollen und auch, weil wir müssen“, so Bockhahn mit Blick auf das entsprechende Personenbeförderungsgesetz. Außerdem würden die neuen Straßenbahnen und das umfangreiche Blindenleitsystem der Stadt den Menschen mit Behinderung die Mobilität erleichtern. „Alles das sollte selbstverständlich sein, Sie wissen aber, dass es das leider noch nicht ist“, so Bockhahn in Richtung der zahlreichen Betroffenen im Publikum. In puncto Barrierefreiheit würde deshalb nicht nur an Bewohner, sondern auch an Besucher gedacht und ein entsprechendes Konzept samt Broschüre für barrierefreien Urlaub in Rostock erarbeitet. Da zur Gleichstellung auch die Wahrnehmung der demokratischen Grundrechte gehört, ließ Bockhahn mit Blick auf die Landtagswahl am 4. September nicht unerwähnt, dass 86 Prozent der Rostocker Wahlräume barrierefrei sind.

Neben dem Programm im Rathaus gab es gestern noch den Markt der Möglichkeiten mit Informations- und Mitmachständen auf dem Uniplatz. Dass der Aktionstag dadurch mitten im städtischen Leben stattfand, lobte Bockhahn, „weil es zeigt, wie der Anspruch ist: einfach dazuzugehören und gleichgestellt zu sein“.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen