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Carsharing in der Hansestadt : Rostock setzt auf Autos zum Teilen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansestadt hat beim Carsharing noch großes Entwicklungspotenzial. Anbieter Greenwheels will 2016 noch zehn Stationen eröffnen.

Ob für den Strandausflug, den Wochenendeinkauf oder den Weg zum Konzert: Wer in der Hansestadt mobil unterwegs sein will, braucht kein eigenes Auto, sondern kann sich mit anderen eins teilen, auch wenn es beim Carsharing in Rostock noch großes Entwicklungspotenzial gibt. Das zumindest bilanzierte gestern Willi Lose, Geschäftsführer des Bundesverbandes Carsharing, bei einer Fachtagung im Rathaus.

Unter Städten mit vergleichbarer Einwohnerzahl sei Rostock unter den Schlusslichtern, wenn es um die Zahl an entsprechenden Fahrzeugen pro Tausend Einwohner geht. Doch eine Trendwende ist in Sicht. „Wir haben die Zahl an Carsharing-Fahrzeugen seit vergangenem Jahr schon auf mittlerweile zwölf verdreifacht“, sagt Alexander Hinz, Manager der niederländischen Firma Greenwheels, die bundesweit Carsharing anbietet. Rostock sei bisher ihre einzige Station in MV. Etwa 300 bis 400 Kunden im Alter von 18 bis über 70 Jahren nutzen Hinz zufolge in der Hansestadt bereits ein Auto zum Teilen – für Strecken bis 60 Kilometer. Die roten Autos mit grüner Schrift, die es je nach Bedarf in zwei Größen gibt, stehen an verschiedenen Punkten im Stadtgebiet – Altstadt, Steintor-Vorstadt, Majakowskistraße und zweimal in der KTV.

„Die dezentrale Aufstellung ist wichtig“, sagt Carsharing-Experte Lose. Je näher das Fahrzeug bei den Menschen sei, die es brauchen, desto mehr Autofahrer würden möglicherweise auf die umwelt- und kostenfreundliche Alternative zum eigenen Pkw umsteigen. Neben Greenwheels, die noch in diesem Jahr zehn weitere Fahrzeug-Stationen in Rostock – darunter auch in Warnemünde – eröffnen wollen, stellt auch der Anbieter Flinkster, der zur Deutschen Bahn AG gehört, in der Hansestadt Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung. Außerdem gibt es für mobile Rostocker zahlreiche andere Angebote – auch auf zwei Rädern.

Über all das wurde gestern im Rathaus gesprochen. Rostocks Mobilitätsbeauftragter Steffen Nozon und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) hatten Vertreter von Mobilitäts-Anbietern, der Universität, von Verbänden, aus der Wohnungswirtschaft und dem Nahverkehr eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen, um Rostocks Mobilität weitere Starthilfe zu geben.

Dass es nur in der Gemeinschaft zwischen Stadtverwaltung und Unternehmen geht, bekräftigte auch Willi Lose. „Denn Carsharing ist kein Sonntagsangebot, es sollte möglichst einfach in die Alltagsmobilität integriert werden.“ Um das zu erreichen, müssten alle an einem Strang ziehen und die Kommunen auch Flächen für Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung stellen.

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erstellt am 13.Mai.2016 | 08:00 Uhr

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