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Norddeutsche Neueste Nachrichten

13. Dezember 2017 | 12:29 Uhr

Hafen : Rostock schafft Platz für große Pötte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Neben Seekanal werden auch Anleger ausgebaggert. Rostocker wollen Erz aus Hamburg zurückgewinnen. Land sagt Unterstützung zu. #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 02.Dez.2017 | 05:00 Uhr

Bis zur Vertiefung des Rostocker Seekanals auf 16,50 Meter in den Jahren 2020/21 will der Hafen auch seine Liegeplätze für größere Schiffe fit machen. Schon bis Ende 2019 sollen die Ro-/Ro- Plätze 62 und 63 sowie das Schüttgutterminal am Platz 23 angefasst werden. „Im Massengutbereich benötigen wir entsprechende Tiefen“, erklärt Gernot Tesch, der gemeinsam mit Jens A. Scharner die Rostock Port GmbH führt. Deswegen soll der Liegeplatz 23 innerhalb seiner ohnehin anstehenden Sanierung von 11,50 auf 14,50 Meter ausgebaggert werden. „Wir sind gerade in der Ausschreibung“, sagt Scharner.

Die finanziellen Voraussetzungen dafür sind spätestens seit gestern gesichert – Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) brachte eine Förderzusage über knapp 13,5 Millionen Euro nach Rostock. „Das gewährleistet, dass sie im nächsten Jahr mit der Arbeit beginnen können“, so der Minister. Betroffen sind Wasser- und Landseite auf 270 Metern Länge – unter anderem werden neue Schienen und ein Kranbahnbalken zur Verladung installiert sowie die Flächenbelastbarkeit von zwei auf fünf Tonnen pro Quadratmeter erhöht.

Beim Massengut „geht es nicht nur um Kohle“, sagt Tesch. Dank der Investition hofft er beispielsweise auch wieder auf mehr Tonnage beim Eisenerz – in diesem Bereich hatte Rostock zwischenzeitlich Hamburg den Vortritt lassen müssen. Beim Papier hingegen hatte Rostock die Nase vorn und 2015 den finnischen Hersteller UPM von Lübeck in die Hansestadt gelockt. Derzeit streiten die beiden Städte sich um einen schwedischen Kunden. In diesem Zusammenhang hatte sich der Verband der Hafenwirtschaft MV bei der EU über einen geplanten Millionen-Pachtverzicht der Stadt Lübeck für ihre angeschlagene Hafen-Gesellschaft beschwert. Die jetzige eigene Investition sei von der EU abgesegnet, so Pegel.

In Rostock plant das Unternehmen Euroports unterdessen eine neue Papierhalle und eine Beladestation für Getreide. An Pier 4 entsteht eine zusätzliche Siloanlage.

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